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Rundweg im Berggarten wieder begehbar

Lindenallee Rundweg im Berggarten wieder begehbar

Ein Teil der morschen Linden im Berggarten ist abgestützt, einige Zäune verschwinden. Jetzt können Spaziergänger wieder den Rundweg über den Staudengrund einschlagen. Mitte April werden die Gitter vor dem Garteneingang abgebaut - rechtzeitig zum Besuch des amerikanischen Präsidenten Barack Obama.

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Die Zäune im Berggarten gehören bald der Vergangenheit an. Die Stadt lässt die morschen Linden einzeln abstützen, für insgesamt 350 000 Euro.

Quelle: HAZ

Hannover. Seit mehr als zwei Jahren ist die Lindenallee mit ihren morschen Bäumen weiträumig abgesperrt, sowohl innerhalb des Berggartens als  auch außerhalb der Anlage. Eigentlich wollte die Stadt die gesamte Allee mit ihren rund 300 Jahre alten Bäumen durch neue Linden ersetzen. Doch kurz bevor die Altbäume abgeholzt werden sollten, entdeckten Biologen eine streng geschützte Tierart in den morschen Stämmen - den Juchtenkäfer. Die Bäume durften nicht mehr gefällt werden, die Allee blieb wegen Unfallgefahr durch herabstürzende Äste eingezäunt .

Lange suchte die Gartenverwaltung nach einem Ausweg aus dem Dilemma. Währenddessen verwahrloste der abgesperrte Bereich. Gärnter durften nicht einmal Rasen mähen, weil angeblich das Risiko zu groß war, von morschem Gehölz verletzt zu werden. Und weil die Juchtenkäfer nicht in ihrer Winterruhe gestört werden durften. In der Ratspolitik löste das Kopfschütteln aus. Tatsächlich haben selbst starke Stürme die Altbäume nicht ins Wanken gebracht.

Seit Ende 2015 arbeitet die Stadt an einer Lösung. Für insgesamt 350 000 Euro bekommen die 130 Baumveteranen ein individuell angefertigtes Stützkorsett. Es besteht aus einem Gestänge, das an drei Punkten im Boden verankert wird. Betonfundamente müssen in der historischen Gartenanlage nicht gegossen werden, lange Schrauben halten die Träger im Boden, ähnlich wie bei Wanddübeln. 

Im Inneren der historischen Gartenanlage sind jetzt so viele Linden abgesichert, dass Teile der Zäune entfernt werden konnten.  Osterspaziergänger können sich wieder auf den Rundweg durch die Allee den Bach hinauf bis zum Mausoleum freuen.

Fieberhaft gebuddelt wird auch außerhalb des Berggartens, in dem Teil der Lindenallee, der sich an der Herrenhäuser Straße befindet. Hier fielen die unattraktiven Metallzäune und der verwahrloste Zustand besonders ins Auge. Jetzt sollen einzelne Gestänge die morschen Bäume stützen. "Bei entsprechender Witterung gehen wir davon aus, dass die Arbeiten Mitte April beendet sein werden und alle Zäune danach abgebaut sind", sagt Stadtsprecher Dennis Dix auf Nachfrage der HAZ. Wenn US-Präsident Obama voraussichtlich am Montag, 25. April, Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Herrenhäuser Gärten trifft, wird sein Blick auf den Berggarten nicht mehr von Metallzäunen verstellt sein.

Bis die gesamte Lindenallee wieder begehbar ist, dauert es noch ein Jahr. Im Frühjahr 2017 sollen alle maroden Bäume gesichert sein.

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