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Prügel-Trainer kommt glimpflich davon

Angriff auf Schiedsrichter Prügel-Trainer kommt glimpflich davon

Die Prügelszenen bei einem C-Jugendspiel zwischen dem SV Arminia III und dem Mühlenberger SV haben für den prügelnden Ko-Trainer keine strafrechtlichen Konsequenzen. Das Amtsgericht hat das Verfahren gegen den heute 17-Jährigen eingestellt. Der Jugendliche hatte einen Schiedsrichter angegriffen.

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Die C-Jugend des Mühlenberger SV war für den Rest der Vorsaison vom Spielbetrieb ausgeschlossen worden.

Quelle: Archiv

Hannover. Vergangenen Dezember kam es bei einem Kreisklassenspiel von C-Jugendlichen (Arminia III gegen den Mühlenberger SV) zu äußerst unschönen Szenen. Der 18-jährige Schiedsrichter wurde von einem 16-jährigen Ko-Trainer mehrfach geschlagen, auch sollen Spieler und Eltern an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein. Freitag musste sich der 16-Jährige am Amtsgericht wegen Körperverletzung verantworten. Am Ende beließ es Jugendrichter Jens Buck - im Einklang mit der Staatsanwaltschaft - bei einer Ermahnung und stellte das Verfahren ein. Der Schüler habe in mustergültiger Weise ein sechsmonatiges Anti-Aggressionstraining absolviert, leide erheblich unter einem von der Sportgerichtsbarkeit verhängten einjährigen Spielverbot und habe sich sehr reumütig gezeigt.

Der Schiedsrichter hatte bei der Attacke in der Halbzeitpause Blessuren an Kopf, Rücken und Oberschenkel erlitten. Zunächst schien der Fall eindeutig, der 16-jährige Ko-Trainer wurde als Hauptschuldiger ausgemacht. Doch später kamen Kreis- und Bezirkssportgericht zu wesentlich differenzierteren Einschätzungen. Demnach wurde mehreren Beteiligten eine Mitschuld an dem Streit zugesprochen, die mit verbalen Beleidigungen des Referees vom Spielfeldrand begann. Dem 18-Jährigen wurde schließlich sogar vorgeworfen, in der Pause selbst die Konfrontation gesucht zu haben; er wurde für drei Monate gesperrt und musste einen Teil der Verfahrenskosten tragen. Aufgrund dieses Urteils gab der junge Mann seine Schiedsrichtertätigkeit auf.

Die C-Jugend des Mühlenberger SV wurde vom Kreissportgericht für den Rest der Vorsaison vom Spielbetrieb ausgeschlossen, die 1. Herren durften nicht in die Landesliga aufsteigen. Beim Prozesstermin am Amtsgericht sagte der inzwischen 17 Jahre alte Ko-Trainer, es tue ihm sehr leid, dass er im Dezember wegen vermeintlicher Fehlentscheidungen des Schiris aus der Haut gefahren, diesen beleidigt und auf ihn eingeprügelt habe. Laut Gericht hatte der Schiedsrichter bereits vorab eine persönliche Entschuldigung des jähzornigen Mühlenbergers akzeptiert.

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