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Mehr Aufsicht am Raschplatz gefordert

Müll, Dreck und Pöbeleien Mehr Aufsicht am Raschplatz gefordert

Wie kann der Raschplatz in Hannover sauberer und sicherer werden? Fraktionschef Seidel (CDU) findet, dass die Stadt die Probleme verharmlost. Das neue Konzept soll seiner Meinung nach überarbeitet werden. Es würden nur Symptome, aber nicht die Ursachen bekämpft. Stattdessen solle lieber in soziale Hilfeleistungen investiert werden. 

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Gelage, Gepöbel, Scherben: Was tun am Raschplatz?

Quelle: Frank Wilde/Archiv

Hannover. Die Pläne der Verwaltung zu Sicherheit und Sauberkeit auf dem Raschplatz sind aus Sicht der CDU nicht ausreichend. Vor dem Hintergrund, dass der Raschplatz seit Jahren mit den Schlagworten Trinkerszene, Vermüllung, Dreck, Pöbeleien und Angst in Verbindung gebracht werde, greife das Konzept viel zu kurz, sagt CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Nur wenn die Stadt das Konzept überarbeite, damit sich am Raschplatz wirklich etwas ändere, könne dort ein attraktiver Platz entstehen, der die Hannoveraner auch zum Verweilen einlade.

Seidel kritisiert unter anderem den Plan, die siebenköpfige sogenannte Servicegruppe um nur einen weiteren Mitarbeiter zu ergänzen. Eine Erhöhung der Kontrollintervalle ziele nur auf die Symptome der Probleme auf dem Raschplatz, nicht jedoch deren Ursachen, betonte er. Seidel verlangt, die sozialen Hilfeleistungen auszubauen. Die Hilfsangebote seien nicht ausreichend, meint er. „Gerade für die Trinkerszene, aber auch für Menschen osteuropäischer Herkunft sind Sozialarbeiter vor Ort mit den entsprechenden Fachkenntnissen dringend erforderlich“, erläutert er.

Der Raschplatz in Hannovers Innenstadt ist als Treffpunkt für Alkoholkonsum bekannt. Das hinterlässt dort seine Spuren. Ein Besuch.

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Diese Forderung erhebt auch Harald Bremer, Geschäftsführer des Karl-Lemmermann-Hauses. Die Sozialarbeiter des Vereins haben die Situation am Raschplatz vor einem Jahr für die Stadt analysiert. Die Stadtverwaltung habe zwar einen spezialisierten Dienst geschaffen, der sich eigens um osteuropäische Zuwanderer kümmere. Mit stadtweit vier Personalstellen sei dieser Dienst allerdings zu schwach besetzt. Bremer befürwortet das geplante Kulturprogramm - die Begrenzung der Zuschauerzahl auf dem Platz müsse aber dringend überprüft werden.

CDU-Fraktionschef Seidel wirft der Stadt indirekt vor, die Straftaten auf dem Platz zu verharmlosen. Laut Verwaltung seien 85 dort begangene Straftaten angezeigt worden, es seien allerdings wesentlich mehr Probleme vorhanden. Zudem wirkten nicht nur Straftaten abschreckend auf die Bürger, sagt Seidel. „Auch alkoholisierte Menschen, schreiend oder pöbelnd auf den Treppen zum Raschplatz sitzend, wirken angsteinflößend“, betont er.

 

Zwar kommt das von der Stadt von Mittwoch an geplante kulturelle Sommerprogramm auf dem Platz gut an. Allerdings stört sich der Kulturexperte der CDU-Ratsfraktion, Oliver Kiaman, an der Begrenzung auf 360 Zuschauer. „So kann die Sommerbühne keine Anziehungskraft entfalten“, betont er. „Dieser Platz braucht Kultur,- Sport- und Musikveranstaltungen mit Strahlkraft und entsprechender Größe, sonst ändert sich dauerhaft nichts“, sagt er.

Die Polizei, die am Raschplatz mit einer Wache vertreten ist, äußerte sich nur allgemein zu dem Konzept. „Wir führen weiterhin Gespräche mit der Stadt“, sagt ein Sprecher. Die Beamten würden weiterhin die auf dem Raschplatz tätigen Sicherheitskräfte unterstützen, ergänzt er.

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Von Bärbel Hilbig und Mathias Klein

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