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Haben die Müllmänner den BMW beschädigt?

Zerkratzter Autolack bleibt ungesühnt Haben die Müllmänner den BMW beschädigt?

Drei Verhandlungstage und zehn Zeugen halfen nicht – das Amtsgericht Hannover konnte nicht klären, ob zwei Müllmänner des Abfallwirtschaftsbetriebs Aha mit einem Papiercontainer ein Auto zerkratzt haben. 

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Mit dem geöffneten Deckel soll der Container den Schaden hervorgerufen haben.

Quelle: Zgoll

Hannover. Weil sich die Aussagen von Augenzeugen widersprachen und eine wundersame Vergrößerung des Schadens zwischen Vormittags- und Abendstunden nicht geklärt werden konnte, muss der Besitzer des BMW 318i die Reparatur- und Gutachterkosten von 2770 Euro selbst übernehmen. Beim Zivilgericht gilt die goldene Regel: Ein Kläger muss beweisen, dass der Beklagte und niemand anders verantwortlich ist für den betreffenden Schaden. Und das konnte der Autobesitzer in diesem Falle nicht.

Der BMW-Fahrer hatte seinen Wagen an einem Januarmorgen 2014 neben einem Lebensmittelladen in der Escherstraße (Steintorviertel) abgestellt. Der junge Mann wurde von seinem Vater begleitet, der einem nahen Konsulat einen Besuch abstatten wollte. Der – illegale – Abstellplatz aber hatte seine Tücken: Er befand sich auf dem Bürgersteig neben einem Lebensmittelgeschäft, in direkter Nachbarschaft zu einem Hofdurchgang, durch den allwöchentlich Müllbehälter geschoben werden müssen. Die Männer von Aha aber bestritten, den Schaden an der Beifahrerseite des BMW mit dem heruntergeklappten blauen Deckel eines Containers verursacht zu haben.

Für Irritationen sorgte die Aussage des Ladenbesitzers: Er habe beim morgendlichen Schieben des Papierbehälters geholfen, dabei sei es jedoch nur zu einer leichten Berührung der Klappe mit dem Griff der Beifahrertür und einem minimalen Schaden gekommen. Der Autobesitzer und sein Vater seien gegen Mittag weggefahren, am Abend aber wiedergekommen. Die Schäden, die sie dann moniert hätten, seien wesentlich umfangreicher gewesen als zuvor: Kratzer und Schleifspuren über die gesamte rechte Seite des BMW, einschließlich beider Türen bis zu den Radkästen.

Bei einer polizeilichen Vernehmung hatte der Geschäftsinhaber allerdings ausgesagt, bei dem Zwischenfall gar nicht zugegen gewesen zu sein. Verblüffend war zudem, dass diese frühere Aussage des Zeugen türkischer Abstammung, der kein Wort Deutsch spricht, ohne Beiziehung eines Dolmetschers protokolliert worden war.

Wie Zivilrichterin Catharina Erps konstatierte, sei in keiner Weise bewiesen, ob es überhaupt zu einem Kontakt zwischen Autoblech und Containerkunststoff kam. Auch sei nicht nachweisbar, wann und wo die großflächigen Kratzer am BMW entstanden seien – also müsse sie die Klage abweisen.

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