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Aus der Stadt Vertreter verschiedener Religionen beten für Frieden
Hannover Aus der Stadt Vertreter verschiedener Religionen beten für Frieden
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00:16 24.12.2016
Von Simon Benne
Gemeinsam gegen die Angst: Vertreter der Religionsgemeinschaften beim Friedensgebet in der Marktkirche. Quelle: von Ditfurth
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Hannover

Draußen, auf dem Weihnachtsmarkt, herrscht dichtes Gedränge. Und hier drinnen, im Dämmerdunkel der Marktkirche, schaffen sphärische Orgelklänge eine unwirkliche Atmosphäre. Rund 300 Besucher sind gekommen, um ein Zeichen der Verbundenheit mit den Opfern des Anschlags in Berlin zu setzen. "Wir sind uns einig - wir werden uns dem Terror und der Angst nicht beugen", sagt Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann zum Auftakt der multireligiösen Feier.

Leise weht Musik vom Weihnachtsmarkt in die Stille hinein, als Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann Fürbitten für die Toten, die Verletzten und ihre Angehörigen spricht. Harald Müller vom Landesverband der Schausteller und Markthändler entzündet Kerzen für die Opfer. Der katholische Propst Martin Tenge, die schiitische Muslimin Hamideh Mohagheghi, Ali Faridi von den Bahai und Rajiny Kumaraiah als Vertreterin der Hindus sprechen kurze Gebete oder lesen aus den heiligen Schriften ihrer Religionen. Tiefe Texte, denen gemein ist, dass sie von Menschlichkeit und Frieden sprechen.

Am Mittwoch wurde mit einer interreligiösen Andacht in Marktkirche den Opfern des Attentats in Berlin gedacht

In Hannover sind die Religionen untereinander besser vernetzt als in den meisten anderen Großstädten - da lässt sich so eine multireligiöse Feier auch kurzfristig organisieren. Der Rat der Religionen, in dem die meisten Glaubensgemeinschaften vertreten sind, warnt in einer Erklärung vor Pauschalisierung und vorschnellen Schuldzuweisungen. "Kollektive Verunglimpfung hatten wir schon einmal", sagt auch Bürgermeister Thomas Hermann in der Marktkirche.

Die Gläubigen aller Konfessionen zeigen mit dieser Feier auch, dass sie sich nicht entzweien lassen wollen - weder von Terroristen noch von politischen Scharfmachern. Natürlich sind bei so einer Veranstaltung vor allem diejenigen, die ohnehin guten Willens sind. Aber so eine Veranstaltung zeigt auch: Von denen gibt es ganz schön viele.

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