Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Museen sollen besser beworben werden
Hannover Aus der Stadt Museen sollen besser beworben werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:44 17.02.2014
Von Andreas Schinkel
Experten vermissen Schwerpunkte bei hannoverschen Museen. Quelle: Martin Steiner
Hannover

Wie aber mehr Hannoveraner und Touristen in die Ausstellungen des Historischen Museums oder des August-Kestner-Museums gelockt werden können, darüber machten sich am Freitag im Kulturausschuss drei Marketingexperten Gedanken. Ihr Fazit: Hannovers Museen sollten eine einheitliche Marke entwickeln, Themenschwerpunkte bilden und ihre Internetauftritte übersichtlicher gestalten. „Es kann nicht sein, dass ich siebenmal klicken muss, um die Öffnungszeiten des Sprengel Museums zu finden“, sagte Katrin Hieke von der Kulturmarketingfirma projekt2508.

Gelungene Internetauftritte sind nach Meinung der Marketingexpertin die Basis für weitere Werbung. „Ich bekomme im Netz zwar eine enzyklopädische Auflistung der hannoverschen Museen, aber keine Orientierung“, kritisiert Hieke. Höhepunkte fehlten gänzlich, auch Tipps für kleine, feine Ausstellungen vermisse sie. „Alles in allem habe ich Schwierigkeiten, mir einen Eindruck von der hannoverschen Museumslandschaft zu verschaffen.“ Hieke schlägt im Gegenzug vor, Angebotspakete für ganz bestimmten Zielgruppen zu schnüren, etwa Ausstellungsthemen nach Schulfächern und Klassenstufen zu sortieren, um gezielt Lehrer anzusprechen. Damit mehr Touristen in die Museen strömen, rät sie, Eintrittskarten zusammen mit Hotelübernachtungen und Restaurantgutscheinen zu verkaufen. „Die Leute wollen ja wissen, was sie nach dem Museumsbesuch noch alles in der Stadt erleben können.“

Roman Passarge, Geschäftsführer der Kunsthalle Hamburg, rät der Stadt, ihre Museen als Ensemble zu vermarkten. Gemeinsame Ausstellungen seien immer schwierig zu organisieren, nicht aber, zusammen die Werbetrommel zu rühren. „Das gemeinsame Banner ‚Kunstmeile‘ an mehreren Hamburger Museen hat großen Erfolg“, sagt er. Jens Joost-Krüger vom Bremer Stadtmarketing empfiehlt, eine „Dachmarke“ für die Stadt zu entwickeln und damit auch Ausstellungen zu etikettieren. Dennoch sei es äußerst schwierig, sagt Kunsthallen-Geschäftsführer Passarge aus eigener Erfahrung, die Kosten auch nur zur Hälfte zu decken.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Ein Gemälde des Expressionisten Heinrich Campendonk im Sprengel Museum in Hannover ist als Fälschung entlarvt worden. Verantwortlich soll dieselbe Fälscherbande sein, die sich zurzeit in einem spektakulären Prozess in Köln verantworten muss.

Ronald Meyer-Arlt 16.09.2011
Kultur Helden, Götter und Geschichten - Sprengel Museum lässt antike Mythen aufleben

Na klar, es geht um Sex. Wild und orgiastisch beugt sich das gehörnte Wesen über den entblößten Frauenleib inmitten dieses verrätselten Bildes. Ein Ursymbol der Triebhaftigkeit ist dieser muskulöse Minotaurus, ein Musterbild an Kraft, ein Ausbund an Lust.

13.09.2011

Katja Lembke ist die neue Direktorin des hannoverschen Landesmuseums. Im Interview mit HAZ-Redakteur Simon Benne spricht sie über Ausstellungen, Umbauten und Sponsorensuche.

Simon Benne 27.08.2011

Zum fünften Mal haben Stadt und Region Hannover mit der Arbeitsagentur am Freitag zur „Langen Nacht der Berufe“ eingeladen, bei der sich Schüler an sechs Standorten über Ausbildungsberufe und Studiengänge informieren können.

Juliane Kaune 16.09.2011

Nachdem am Donnerstagabend in Linden-Süd erneut in einem Kellerverschlag ein Feuer ausgebrochen ist, geht die Polizei nun fest davon aus, dass ein Brandstifter die Brände gelegt hat. Die Anwohner reagierten am Freitag entsetzt auf die Nachricht – und besorgt.

16.09.2011

Angeblich sollte ein 26-jähriger Kioskbesitzer aus der List mit Kokain am Steuer erwischt worden sein. Mehr als ein halbes Jahr wurde sein Führerschein einbehalten. Der junge Mann klagte sich erfolglos durch zwei Instanzen – bis ein Gutachten ihm bestätigte, dass es sich bei dem positiv getesteten Blut unmöglich um seines handeln konnte.

Sonja Fröhlich 16.09.2011