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Aus der Stadt 125 Jahre Feuerwehr auf einen Blick
Hannover Aus der Stadt 125 Jahre Feuerwehr auf einen Blick
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00:18 12.11.2017
Von Tobias Morchner
Alfred Falkenberg (li.) und Albrecht Reime zeigen die Schätze ihres Museums, darunter auch eine alte Atemschutzmaske für den Löscheinsatz. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

Wenn der zweite Bauabschnitt der neuen Feuerwache 1 am Weidendamm fertiggestellt ist, müssen Museumsleiter Albrecht Reime und sein Team die rund 1500 Exponate zur hannoverschen Geschichte der Brandbekämpfung in neue Räume verlagern – und Abschied nehmen, vom historischen Ambiente der jetzigen Ausstellungsräume in der Calenberger Neustadt. „Wir rechnen im Moment damit, dass wir noch das erste Quartal 2018 hier sein können und dann Ende des Jahres umziehen“, sagt Reime.

Allzu viele Chancen, das Feuerwehrmuseum in der 125 Jahre alten, ehemaligen Feuerwache 1 zu besichtigen, werden sich nicht mehr bieten. Bald ziehen die rund 1500 Exponate in neue Räume.

Als letzten Höhepunkt am alten Standort und pünktlich zum Jubiläum befasst sich derzeit eine Sonderausstellung mit der 125-jährigen Geschichte der Feuerwache 1. Am 1. Juli 1892 wurde die damalige Hauptfeuerwache in Betrieb genommen. „17 Feuerwehrmänner, sechs Fahrer und acht Pferde hatten damals hier Platz“, sagt Reime. Seitdem wuchs die Zahl der Mitarbeiter stetig an. Bis vor Kurzem versahen rund 100 Einsatzkräfte ihren Dienst auf der Wache. Zusätzlich war Platz für den Feuerwehrchef und dessen Stab, die Regionsleitstelle und die gesamte Personalabteilung. „Die Feuerwache hat den Stadtteil geprägt wie kein anderes Gebäude“, sagt Museumsmitarbeiter Alfred Falkenberg. Die Sonderausstellung zeigt aber nicht nur die Entwicklung der Feuerwache. Sie hat auch einige Kuriositäten zu bieten. So ist beispielsweise ein Buch von Gustav Effenberg, dem dritten Branddirektor der Wache, zu sehen. In dem Werk „Die Welt in Flammen“ hat er akribisch sämtliche Großbrände dokumentiert, die bis dahin auf der Erde gewütet hatten. „Er war auch als Prosaschriftsteller aktiv, allerdings unter Pseudonym, da nannte er sich E. F. Berg“, sagt Falkenberg.

All diese Kuriositäten haben die ehrenamtlichen Museumsmitarbeiter, die fast ausnahmslos ehemalige Feuerwehrmänner sind, in Kleinarbeit liebevoll zusammengetragen. Sie sind an diesem Sonntag, wie an jedem zweiten Sonntag im Monat, zwischen 9.30 und 12 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten können Gruppenführungen vereinbart werden.

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