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Mousse T. fährt auf - und klagt

Amtsgericht Hannover Mousse T. fährt auf - und klagt

Musikproduzent Mousse T. fährt mit seinem Maserati auf einen Volvo auf. Vor dem Amtsgericht verklagt er einen Taxifahrer auf Schadenersatz. Der Mann war vor dem Volvo auf der A 37 unterwegs und bremste plötzlich ab.

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Musikproduzent Mousse T. verklagt einen Taxifahrer.

Quelle: Uwe Anspach

Hannover. Dass Mousse T. mit seinem Maserati Quattroporte einem niederländischen Geschäftsmann ins Heck gefahren ist, bestreitet er nicht. Doch auf dem Schaden will der Musikproduzent nicht sitzen bleiben. Der 52-Jährige verklagt vor dem Amtsgericht Hannover einen Taxifahrer auf 2145 Euro Schadenersatz, der vor dem Holländer abrupt abgebremst haben soll. Der Unfall ereignete sich bereits am 27. September 2016. Damals kamen die drei Fahrer auf der A 37 vom Messegelände und nahmen gerade die Abbiegespur Richtung Dortmund. Der Niederländer sagte jetzt als Zeuge in dem Zivilprozess aus.

"Das Taxi hat plötzlich von rund 115, 120 Stundenkilometer auf Null abgebremst. Es war Wahnsinn", berichtet Marcel Zandwijk. Dem 52-jährigen Niederländer gelang es trotzdem noch, rechtzeitig zu bremsen. Das automatische Abstands- und Bremssystem seines Wagens erledigte das ganz ohne sein Zutun tadellos. "Mein Auto schafft das", merkte Zandwijk mit leicht süffisantem Unterton an. Gleich danach knallte aber der wesentlich teurere Maserati in Zandwijks Volvo. Der Taxifahrer hatte bei einem früheren Gerichtstermin ausgesagt, er habe für einen Fuchs gebremst. Zandwijk hat von dem Tier weit und breit nichts gesehen. "Da war nichts. Ich glaube, der Mann wollte noch mal die Spur wechseln und geradeaus weiterfahren."

In einem sind sich Mousse T., mit bürgerlichem Namen Mustafa Gündoğdu, und der Taxifahrer einig: Die drei Autos seien nur 60 bis 80 Stundenkilometer gefahren. Zandwijk räumt ein, nicht aufs Tacho geschaut zu haben, aber anhand der Geräusche mehr geschätzt zu haben. "Ich glaube den Klageparteien die Geschwindigkeit nicht. Die Wahrheit liegt in der Mitte", sagt Richterin Dagmar Frost.

Das Urteil fällt Anfang November. Doch Frost deutet bereits an, wie es ausfallen wird. Sie sieht Mitschuld auf beiden Seiten. "Der Kläger hat nicht aufgepasst." Ein Fuchs, falls es ihn denn überhaupt gegeben haben sollte, sei aber andererseits kein Grund zum Bremsen. "Auf einer gut befahrenen Autobahn drohen dann Sachschäden und Gefahr für Menschen. Ich hoffe, ich bringe damit nicht alle militanten Tierschützer gegen mich auf."

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