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Muslime demonstrieren gegen den Terror

Innenstadt Muslime demonstrieren gegen den Terror

Der Regen hat sie nicht aufgehalten: Rund 150 Mitglieder verschiedener muslimischer Gemeinden in Hannover haben am Freitag mit einem Schweigemarsch durch die Innenstadt gegen die jüngsten Terroranschläge in London und Manchester demonstriert.

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"Terrorismus hat keine Religion": Unter diesem Motto hatte der Moscheeverband zur Demonstration in Hannover aufgerufen.

Quelle: Tobias Morchner

Hannover. Zu der Veranstaltung, die auf dem Opernplatz begann und am Steintor endete, hatte der Moscheenverband Hannover aufgerufen. Unterstützung bekamen die Muslime von Mitgliedern der evangelischen und der katholischen Kirche sowie von der jüdischen Gemeinde.

Teilnehmer des Schweigemarsches hielten Schilder in den Händen. „Religion ist barmherzig zu allen“, oder „Religion befürwortet Nächstenliebe“ war unter anderem darauf zu lesen. Die Idee zu der Aktion war erst am Montag geboren worden. Mohammed-Afzal Qureshi vom Moscheenverband hatte am Wochenende die wütende Rede des Veranstalter des Musikfestivals Rock am Ring verfolgt. Marek Lieberberg hatte nach der Unterbrechung des Festivals am ersten Tag wegen Terrorgefahr vor Journalisten gefordert, die in Deutschland lebenden Muslime müssten auf die Straße gehen und sich von den Anschlägen, die im Namen des Islam verübt wurden, distanzieren. Also rief Qureshi kurzerhand alle muslimischen Gemeinden an und organisierte den Schweigemarsch. Zudem veröffentlichte der Moscheenbund mehrere Passagen aus dem Koran, die belegen, dass die Schrift sich mehrfach gegen Gewalt ausspricht. „Wer Menschen tötet, so ist es, als ob er die ganze Menschheit getötet hätte“, heißt es beispielsweise in einer Sure des Korans.

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„Wir alle leben in Hannover und haben mit diesen sogenannten Muslimen nichts gemeinsam“, sagt er. Auch in einer am Freitag veröffentlichten Presseerklärung des Moscheenbunds findet sich eine klare Absage an den Terrorismus. „Alle im Moscheenbunds vertretenen Muslime verurteilen auf das Schärfste die im Namen des Islam verübten Gewalttaten“, heißt es da. Der Schweigemarsch vom Freitag war nicht die erste gemeinsame Aktion verschiedener Religionsgemeinschaften gegen den Terror. Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt trafen sich Muslime, Christen und Juden an der Marktkirche zu einem gemeinsamen Besuch des Weihnachtsmarktes.

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