Der mutmaßliche Täter soll in der Gaststätte Columbus in Hannover zwei Italiener erschossen haben.
Nach einem WM-Streit mit zwei Toten in Hannover bleibt der Tatverdächtige Holger B. in Untersuchungshaft. „Eine vorläufige Begutachtung hat keine Anhaltspunkte ergeben, dass die Schuldfähigkeit zum Tatzeitpunkt komplett aufgehoben war“, sagte am Donnerstag die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Irene Silinger. Damit sei eine Verlegung in eine psychiatrische Anstalt vom Tisch.
Der 42-Jährige soll Anfang Juli in einer Kneipe nach einem Streit um Fußball zwei Italiener mit Kopfschüssen niedergestreckt haben. Ein 47 Jahre alter Koch starb kurz nach der. Sein 49-jähriger Landsmann, ein Pizzabäcker, erlag Stunden später in einer Klinik seinen Verletzungen. Die Ermittler entdeckten die Schusswaffe nur wenige Meter vom Tatort entfernt in einem Müllcontainer.
Der Frührentner Holger B. war noch am Tattag nach Mallorca geflüchtet und hatte sich bei seinem Stiefvater versteckt. Dieser konnte den 42-Jährigen dazu überreden, sich der Polizei zu stellen. Vor einer Woche war er nach Deutschland ausgeliefert worden. Seitdem sitzt er wegen des Verdachts des zweifachen Mordes in Untersuchungshaft.
Unklar ist laut Staatsanwaltschaft noch, ob der Frührentner bei der Tat vermindert schuldfähig war. Dies müssten das abschließende Gutachten und die Gerichtsverhandlung klären, erläuterte Silinger.
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dpa
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