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Haftbefehl gegen Supermarkträuber erlassen

Erste Informationen nach Festnahme Haftbefehl gegen Supermarkträuber erlassen

Die Polizei ist sich sicher, den Supermarkträuber von Stöcken gefasst zu haben: Seit Freitagmittag sitzt der 42 Jahre alte Mann, der Donnerstag von einem Spezialeinsatzkommando auf der Raststätte Dresdener Tor Nord festgenommen wurde, in Untersuchungshaft. Ihm werden zwölf Raubüberfälle vorgeworfen, darunter der in Stöcken.

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Oberstaatsanwalt Thomas Klinge (Mitte) erläutert bei einer Pressekonferenz Details von der Festnahme des 42 Jahre alten, mutmaßlichen Supermarkträubers.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Der Polizei und der Staatsanwaltschaft in Hannover ist es gelungen, eine bundesweit einmalige Raubserie auf Supermärkte aufzuklären. Am frühen Donnerstagmorgen nahmen Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) auf dem Autobahnrastplatz Dresdener Tor Nord einen 42-Jährigen Mann aus Polen fest. Er sitzt derzeit in Hannover in Untersuchungshaft. Anhand von Fingerabdrücken, DNA-Spuren und einem ballistischen Gutachten können die Ermittler dem Polen bislang 17 Überfälle in insgesamt fünf Bundesländern zuordnen – drunter auch den Überfall auf den Supermarkt in Stöcken im Dezember 2014. Insgesamt hat der 42-Jährige, der Vater eines Kleinkindes ist, bei seinen Überfällen 100.000 Euro erbeutet.

Die Polizei sucht mit diesen Fotos nach dem Mann, der einen NP-Markt in Stöcken überfallen hat.

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Die Beamten der Ermittlungsgruppe „Discounter“ waren dem mutmaßlichen Täter über sein Mobiltelefon auf die Schliche gekommen. Nach den Überfällen hatten sich die Fahnder die Handydaten der jeweiligen Provider der Sendeanlage aushändigen lassen, der dem Tatort am nächsten stand. In akribischer Kleinarbeit arbeiteten die Polizisten schließlich eine Handynummer heraus, die häufig zu den entsprechenden Tatzeiten in das entsprechende Mobilfunknetz eingewählt war. „Der Fall ist also auch ein Beispiel dafür, wie wichtig die Vorratsdatenspeicherung für die Arbeit der Kriminalpolizei ist“, sagte Hannovers Vize-Polizeipräsident Thomas Rochell.

Als sich die identifizierte Handynummer am Mittwochabend gegen 22 Uhr in der Nähe von Cottbus in das Funknetz einwählte, war die Polizei bereits bestens vorbereitet. Fünf SEK-Teams standen bereit, um dem mutmaßlichen Raubmörder endlich das Handwerk zu legen. Eine Stunde später konnten die Ermittler bereits der Telefonnummer eine bestimmte Person und einen schwarzen BMW zuordnen. Als sich der BMW in Bewegung setzte, hefteten sich ein SEK aus Bayern, das taktisch am günstigsten stand, an die Fersen des Verdächtigen. Gegen 5 Uhr bog der Wagen auf den Parkplatz Dresdner Tor Nord ab. Als der Fahrer den Wagen in eine Parkbucht steuerte, den Motor abstellte und den Fahrersitz nach hinten schob, um ein Schläfchen zu machen, war der Moment des Zugriffs gekommen. Die Spezialkräfte zertrümmerten die Seitenscheiben des BMW, öffneten die von innen verschlossenen Türen und zogen den 42-Jährigen aus dem Wagen. „Er leistete keinen Widerstand und wurde bei dem Zugriff leicht durch Glassplitter verletzt“, sagt Hannovers Kripo-Chef Bernd Gründel.

Alles zum Supermarkträuber finden Sie hier.

Der 42-Jährige, der private Kontakte nach Hannover hat, ist bereits vernommen worden. Bislang bestritt er alle Vorwürfe und gab an, er sei auf der Suche nach einer Arbeitsstelle in ganz Deutschland unterwegs gewesen. Trotz des großen Erfolges ist die Arbeit der Ermittler noch längst nicht beendet. Es gilt jetzt, 26 weitere Raubstraftaten im gesamten Bundesgebiet zu überprüfen, die möglicherweise ebenfalls auf das Konto des 42-Jährigen gehen.

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