Der 39-Jährigen war nach einem Polizeieinsatz, bei dem sie sich mit ihren Kindern in ihrer Wohnung verschanzt und sowohl Beamte als auch ihre Kinder mit einem Messer bedroht hatte, das Sorgerecht entzogen worden. Über ihre Anwälte hatte sie den Antrag gestellt, ihr zumindest den Umgang mit den Kindern zu gestatten – in Begleitung eines Jugendamtsmitarbeiters. Dagegen sprachen sich jedoch die beiden Vormünder der Kinder und die Vertreter des Jugendamtes aus. Sie begründeten ihre Ablehnung mit der Gefährdung des Kindeswohls.
Heike Köster, Alexandra Gs. Anwältin, kündigte an, umgehend einen kurzfristigen Termin beim Amtsgericht zu beantragen, um schnellstmöglich zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen: „Es war sehr misslich, dass die Gutachterin, die bei diesem Verfahren dabei sein sollte, nicht erschienen ist“, sagte Köster. Stattdessen hatte der Richter am Dienstag ein neues Gutachten in Auftrag gegeben, in dem unter anderem geklärt werden soll, ob ein Umgangsrecht möglich ist, wo die Treffen stattfinden sollen, und ob Alexandra G. ihre Kinder einzeln oder alle gemeinsam sehen darf. Mit der Vorlage des neuen Gutachtens ist jedoch nicht vor Ende Januar 2010 zu rechnen.
„Das kann man der Mutter und auch den Kinder nicht antun“, sagte Köster im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsfest. „Ich hoffe sehr, dass es eine Zwischenlösung gibt.“ Alexandra G. zeigte sich nach dem Verfahren enttäuscht und verzweifelt: „Ich bin keine schlechte Mutter“, sagte sie in Tränen aufgelöst. „Die Kinder sind mein Leben. Ich werde nicht aufgeben, sie wiederzubekommen.“
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Kommentare
Sorgerecht Schlirra – 19.11.09
Hinterher ist das Geschrei immer groß, die Medien inszenieren damit auch gern ein "Pfui" - Erlebnis, damit sich Leser von "solchen" Methoden abgrenzen dürfen. Aber eine Mutter von 10 Kindern war hier klar überfordert, psychisch völlig am Ende und vielleicht auch von den Behörden im Stich gelassen.Jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, kommt die (mediale) Aufmerksamkeit. Toll. (ja, das war Ironie!)
Und dem Schreiberling unter mir bleibt zu sagen: Erziehen sie 10 Kinder, oder wenigstens 5, allein!
DANN!!! kann man mitreden oder kritisieren...
weihnachten ohne kinder irgendwer – 18.11.09
es ist schwer, sic h objektiv mit einem solchen problem auseinanderzusetzen. es sollte aber sichergestellt werden, dass man ausschliesslich die interessen der kinder im auge hat, nicht die der "mutter". diese person hat ja wohl hinreichend bewiesen, wie ernst die ihre rolle nimmt und wie sehr ihr das kindeswohl am herzen lag.muttergefühle sollten nicht nur ein lippenbekenntnis sein dürfen!