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Mutter getötet: Sohn kommt in Psychiatrie

Größenwahn und Depressionen Mutter getötet: Sohn kommt in Psychiatrie

Der Mann, der seine Mutter im März dieses Jahres so heftig ins Gesicht trat und sie derart brutal würgte, dass sie starb, wird in der Psychiatrie untergebracht. Diesen Beschluss verkündete am Dienstag das Schwurgericht unter Vorsitz von Wolfgang Rosenbusch.

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Hannover. Donovan B.s Konflikte mit seiner 53-jährigen Mutter, vorwiegend wegen seiner Antriebs- und Arbeitslosigkeit, seien in den Wochen vor der Tat immer heftiger geworden, so das Gericht. Auf diese Konflikte habe sich schließlich eine Psychose mit Wahnvorstellungen aufgesetzt, verstärkt durch eine mehrtägige Abstinenz vom langjährigen Alkohol- und Drogenkonsum.

Die Kammer war sich mit Oberstaatsanwältin Claudia Becker-Kunze und Verteidiger Bastian Quilitz einig, dass B. aufgrund seiner paranoiden Schizophrenie eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Darum müsse der 27-Jährige in der Psychiatrie des Klinikums Wunstorf bleiben, wo er seit Juni untergebracht ist. Auch bei der gestrigen Verhandlung wirkte B. permanent abwesend, sagte kein Wort. In der Klinik soll sich sein Zustand noch verschlechtert haben, so der als Sachverständiger geladene Chefarzt der Forensischen Psychiatrie, Andreas Tänzer. B. führe viele Selbstgespräche, leide unter Größenwahn, Depressionen und verweigere eine Behandlung: „Er lebt in seiner eigenen Welt.“

Nur 2 bis 3 Prozent aller Tötungsdelikte richten sich laut dem Gutachter gegen die eigenen Eltern. Meist hängen sie mit psychischen Erkrankungen zusammen - so wie bei der Schreckenstat in der Nordstadt. „In unserer Kultur ist die Hemmschwelle, Vater oder Mutter etwas anzutun, sehr hoch“, sagte Tänzer. In Donovan B.s Wahn-Welt war sie niedergerissen - er glaubte in Verkehrung der Tatsachen, dass seine Mutter ihm nach dem Leben trachtete.

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