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Aus der Stadt Mutter schlägt bockiges Kind – und wird bestraft
Hannover Aus der Stadt Mutter schlägt bockiges Kind – und wird bestraft
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18:24 31.01.2017
Von Michael Zgoll
Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Eine Mutter, die ihren schreienden Sohn nicht bändigen konnte und ihn in einem Kaufhaus gegen ein metallenes, rechteckiges Tischbein stieß, ist am Dienstag vom Amtsgericht wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt worden. Die 36-Jährige muss 30 Tagessätze à 10 Euro zahlen. Auch wenn die Situation für die Frau sehr belastend war, so Richter Olaf Wöltje in seinem Urteilsspruch, habe es sich offenkundig um eine „gezielte Strafaktion“ gehandelt. Der Dreijährige erlitt durch den Stoß am Hinterkopf eine anderthalb Zentimeter lange Platzwunde, die genäht werden musste.

Der Zwischenfall ereignete sich an einem Juliabend 2016 im Modehaus Primark. Wie die Mutter - gebürtige Irakerin und in ihrer Heimat als Lehrerin tätig gewesen - erklärte, sei der Junge schon den ganzen Tag aggressiv gewesen. An der Kasse habe sich der Dreijährige auf den Boden gelegt und nicht mehr aufstehen wollen; daraufhin sprachen Verkäuferinnen und Kunden die Mutter an. Als die ihren Sohn hochziehen wollte, trat er nach ihr. „Dann habe ich die Nerven verloren und ihm eine gelangt“, sagte die 36-Jährige. Ein Kassenaufseher, der als Zeuge gehört wurde, sagte: „Die Frau hat das auf dem Boden sitzende Kind gezielt mit der Hand gegen den Tisch gestoßen. Ich hatte das Gefühl, dass der Junge gemaßregelt werden sollte.“

Wie Verteidigerin Silke Willig erklärte, ist das Kind schon länger verhaltensauffällig, dies betreffe sein Sprach- wie sein Sozialverhalten. Die Mutter habe schon vor geraumer Zeit aus freien Stücken Ärzte und Jugendamt konsultiert.

Olaf Wöltje wies darauf hin, dass das Urteil gegen die Angeklagte „nur unter Berücksichtigung der Ausnahmesituation“ mit ihrem schwierigen Kind so moderat ausgefallen sei. „Und es gibt bei uns nun einmal die gesellschaftliche Norm“, so der Richter, „dass wir unsere Kinder ohne Gewalt erziehen.“

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