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NDR dreht Film in Hannover

"Plötzlich Türke" NDR dreht Film in Hannover

Ein junger Hannoveraner erfährt plötzlich, dass er Türke ist und seine deutschen Papiere ungültig sind. Eine absurde Odyssee durch diverse Ämter beginnt. Der NDR dreht derzeit den Film „Plötzlich Türke“ in Hannover. Gedreht wurde bereits in Linden, am Ihme-Zentrum und am Maschsee. Aktuell dient der Annastift als Schauplatz.

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Im Annastift herrscht Ausnahmezustand: Der NDR dreht dort momentan für seine Komödie "Plötzlich Türke".

Quelle: Rainer Droese

Hannover. Die Komödie „Plötzlich Türke“ entsteht im Moment in der Stadt. Gedreht wurde bereits in leerstehenden Büros in Linden, im Apollo-Kino, in einem Lindener Autohaus, im Ihme-Zentrum und am Maschsee. Aktuell dient der Annastift als Schauplatz. „In Hannover findet man viele charmante Ecken“, sagt Produzent Marco Del Bianco von Jumping Horse Film Hannover. „Man muss nur ein bisschen suchen.“

Der NDR filmt im Moment die Komödie „Plötzlich Türke“ in Hannover. Gedreht wurde bereits in leerstehenden Büros in Linden, im Apollo-Kino, in einem Lindener Autohaus, im Ihme-Zentrum und am Maschsee. Aktuell dient der Annastift als Schauplatz.

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Für den Hannoveraner Musiker Jim (Oliver Konietzny) könnte es eigentlich nicht besser laufen: Seine Freundin Jule (Nikola Kastner) ist schwanger, das Paar hat eine schöne Wohnung und Jims Band steht kurz vor einem Plattenvertrag. Doch nach einem Besuch beim Amt steht Jims Welt Kopf. Er ist Türke, seine Papiere sind ungültig. Jim glaubt an ein Versehen, wird von einem Dienstzimmer zum nächsten verwiesen. Schließlich begibt er sich auf die Suche nach seinem türkischen Vater Mustafa (Vedat Erincin). Der ist aus dem Leben seiner Mutter Ingrid (Nina Petri) verschwunden, als Jim noch ein Baby war.

Für die meisten Schauspieler ist es der erste Dreh in Hannover. „Das ist eine coole Stadt“, sagt Oliver Konietzny. Der Schauspieler kommt aus Frankfurt. „Hier sind die Leute ähnlich drauf“, sagt er. Die Rolle habe der 28-Jährige angenommen, weil das Drehbuch so lustig sei. Der Film erinnere ihn ein bisschen an „Asterix erobert Rom“, in dem die Gallier von einer Behörde zur nächsten geschickt werden, um den Passierschein A 38 zu bekommen. „Der Passierschein ist eben ein bisschen wie der deutsche Personalausweis“, sagt Konietzny und lacht.

Wegen Dreharbeiten für Anwohner gesperrt: Ein NDR-Team filmte rund um Stolzestraße und Kleine-Düwelstraße in der Südstadt für die Komödie „Familie verpflichtet“.

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Auch Regisseurin Isabel Braak dreht zum ersten Mal in Hannover. „Das ist für mich wie nach Hause kommen“, sagt die gebürtige Ostfriesen, die in Ludwigsburg studierte. Sie gibt mit „Plötzlich Türke“ ihr Langfilmdebüt. Bei der Produktion wird sie vom Nachwuchsprogramm „Nordlichter“ vom NDR, von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und von der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen unterstützt.

Der Film wird noch bis zum 4. Mai in Hannover und Hamburg gedreht. Die Geschichte beruht auf den Erlebnissen von Cem Fertig, der viele Jahre darum kämpfen musste, seine deutsche Staatsbürgerschaft zurück zu bekommen.

Der NDR wird „Plötzlich Türke“ im Rahmen der zweiten „Nordlichter“-Reihe zusammen mit drei anderen Komödien voraussichtlich im November zeigen.

Von Johanna Stein

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