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Aus der Stadt Gegendemonstranten verscheuchen NPD
Hannover Aus der Stadt Gegendemonstranten verscheuchen NPD
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16:18 15.08.2013
Zahlreiche Gegendemonstranten sorgten dafür, dass die NPD ihre Kundgebung auf dem ZOB beendete. Quelle: Elsner
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Hannover

Nach nur 30 Minuten war die Wahlveranstaltung der NPD am Zentralen Omnibusbahnhof schon wieder beendet. Die rechtsextreme Partei brach gestern um 10.29 Uhr ihre Kundgebung unter dem Beifall der etwa 80 Gegendemonstranten ab. Eigentlich wollten die 13 Parteimitglieder und Sympathisanten bis 13 Uhr Halt in Hannover machen. Die Auflagen, die sie dafür erfüllen mussten, gepaart mit den lärmenden Gegendemonstranten, waren aber wohl der Grund, aus dem sie die Veranstaltung frühzeitig beendeten.

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Am zentralen Omnibusbahnhof trafen 15 NPD-Vertreter und 70 Gegendemonstranten aufeinander.

Ursprünglich wollte die NPD Station auf dem Klagesmarkt machen. Die Stadt verlegte die Kundgebung aber an den Zentralen Omnibusbahnhof. Zudem sollten die Rechten – genau wie ihre Gegner –  die Leistung ihrer Lautsprecheranlagen von einem Sachverständigen auf 90 Dezibel beschränken lassen. Während die Gegendemonstranten keinen Lautsprecherwagen anmeldeten, reichte die NPD Klage am Verwaltungsgericht ein. Diese wurde per Eilentscheidung am Mittwoch abgelehnt.

Seine Rede hielt der NPD-Parteivorsitzende Holger Apfel daraufhin per Megaphon. Die brüllenden und pfeifenden Gegendemonstranten konnte er damit nicht übertönen. Nachdem dann nach etwa zehn Minuten auch noch das Megaphon kurzzeitig den Geist aufgab, beendete die NPD ihre Wahlveranstaltung nach nur 30 Minuten. Nach Informationen der Polizei verlief die komplette Veranstaltung friedlich.

Von Jörn Kießler

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