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Aus der Stadt NPD plant Demo am Tag des „Rock-gegen-rechts“-Konzerts
Hannover Aus der Stadt NPD plant Demo am Tag des „Rock-gegen-rechts“-Konzerts
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11:51 06.07.2011
Von Tobias Morchner
Die NPD will durch Hannovers Innenstadt marschieren. Quelle: Michael Thomas (Archiv)
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Hannover

Die rechtsextreme NPD plant offenbar erneut eine größere Demonstration in Hannover. Unter dem Motto „Ausländergewalt gegen Deutsche, Linksextremismus in Hannover und Antisemitismus in muslimischen Gruppen“ sollen die Anhänger der Partei am 17. September durch die Straßen der Landeshauptstadt ziehen.

Das Datum ist bewusst gewählt worden. Denn an diesem Tag findet ein von Schülern der IGS Kronsberg organisiertes „Rockkonzert gegen rechts“ statt. Bei dem Festival, dass zwischen 14 und 22 Uhr auf der Expo-Plaza stattfinden wird, stehen unter anderem die beiden „Superstar“-Teilnehmer Thomas Godoj und Mehrzad Marashi auf der Bühne. Bislang liegt der Polizei noch keine offizielle Anmeldung für den Protestzug der Rechtsextremen vor. Daher ist auch die genaue Route der Demonstration noch vollkommen unklar. Doch auf der Internetseite des Unterbezirks Hannover ist bereits das erste Kooperationstreffen für die Demo anberaumt worden. Thomas Warnat, der Bezirksvorsitzende der Partei, bestätigte gegenüber dieser Zeitung das Vorhaben. „Ja, wir möchten am 17. September in der Innenstadt demonstrieren“, sagte der NPD-Mann. Er rechne mit 150 bis 200 Teilnehmern. Allerdings sei die Abstimmung mit dem Landesverband in dieser Sache noch nicht erfolgt.

Gegendemonstration „Bunt statt braun“ bereits angekündigt

Bei der IGS Kronsberg will man sich trotz der Ankündigung der rechtsextremen Demo nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Wir lassen uns durch das Vorhaben der NPD nicht einschüchtern. Im Gegenteil: Wir ziehen das jetzt erst recht durch und werden unseren Spaß haben“, erklärte Mario Jansen, der Sozialarbeiter der Gesamtschule. Für das Konzert gegen rechts, für das Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) die Schirmherrschaft übernommen hat, sind bereits mehrere Hundert Karten verkauft worden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kündigte eine Gegendemonstration für den Fall an, dass der Aufmarsch der NPD tatsächlich genehmigt werden sollte. „Dann aktivieren wir unser Bündnis und zeigen, dass Hannover bunt statt braun ist“, erklärte Hannovers DGB-Chef Andreas Gehrke. Bereits im September 2009 waren rund 3000 Menschen einem Aufruf des DGB-Bündnisses „Bunt statt braun“ gefolgt. Sie demonstrierten friedlich gegen einen Protestmarsch der NPD durch die Südstadt, an dem sich etwa 270 Rechtsextreme beteiligten.

Doch nicht nur mit der Demo-Ankündigung macht die NPD derzeit auf sich aufmerksam. Auch an der Leibniz Universität ist die Partei offenbar verstärkt aktiv. Vor Kurzem gründeten die Rechtsextremen dort eine eigene Hochschulgruppe.

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