Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Bekennerschreiben im Internet aufgetaucht
Hannover Aus der Stadt Bekennerschreiben im Internet aufgetaucht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:48 13.07.2017
Von Tobias Morchner
Scheiben beschädigt, Fassade beschmiert: Die Polizeistation List an der Höfestraße. Quelle: Dröse
Anzeige
Hannover

Der Anschlag auf eine Polizeistation in der Höfestraße in der List steht offenbar im Zusammenhang mit den Vorfällen rund um den G-20-Gipfel in Hamburg. Das geht aus einem Bekennerschreiben zu der Tat hervor, das jetzt auf einer von linksradikalen Gruppierungen regelmäßig genutzten Internetseite aufgetaucht ist. Darin heißt es unter anderem: „Wir zeigen uns solidarisch mit allen unseren Freund*innen, die im Rahmen des G-20-Gipfels von den Bullen schikaniert, verletzt, inhaftiert oder andersweitig mit Repressionen überzogen wurden.“ Die Polizei prüft bislang die Echtheit des Schreibens.

Die Polizeistation List Höfestraße wurde mit Farbe beschmiert und mit Steinen beworfen. 

In der Nacht zum 12. Juli hatten Vermummte Steine auf die Polizeistation geworden und das Gebäude mit Farbe beschmiert. Eine Glasscheibe ging dabei zu Bruch. Verletzte gab es zum Glück nicht. Vor dem Hintergrund des Vorfalls fordert die hannoversche CDU ein „entschlossenes Vorgehen der Behörden gegen die linksextreme Szene“ in der Stadt, wie es in einer Stellungnahme heißt. „Hannover ist ein Hotspot der linksextremen Szene in Niedersachsen“, sagt CDU-Bundestagskandidat Maximilian Oppelt. Er spielt damit insbesondere auf das Unabhängige Jugendzentrum (UJZ) in der Kornstraße an. Dort treffen sich regelmäßig unter anderem kurdische Jugendgruppen und antifaschistische Organisationen. Das Jugendzentrum wird von der Stadt seit Jahren finanziell unterstützt.

Damit müsse nun Schluss sein, fordert Oppelt. „Es ist ein Skandal, dass das UJZ Kornstraße jedes Jahr über 30 .000 Euro öffentliche Gelder von der Stadt Hannover als Zuschuss erhält“, sagt der Politiker. Oberbürgermeister Stefan Schostok müsse diese Praxis umgehend einstellen und sich von den linksextremen Verfassungsfeinden distanzieren, führte Oppelt an. Das Geld sei zwar im Haushalt der Stadt für die Jahre 2017 und 2018 festgeschrieben. „Der OB kann die Auszahlungen aber aus unserer Sicht jederzeit stoppen, weil damit ja verfassungsfeindliche Gruppierungen unterstützt werden“, sagt Oppelt. In der nächsten Ratssitzung will die CDU eine Anfrage an die Verwaltung zu diesem Thema stellen.

UJZ: Mit Anschlag nichts zu tun

Die Organisatoren des UJZ lehnen den Vorschlag der CDU ab: „Wenn die CDU sich auf eine Stufe mit der AfD und den ,Hannoveranern‘ stellen möchte, die diese Forderung bereits ebenfalls erhoben haben, soll sie das tun“, sagt Dirk Wittenberg, der Sprecher des Jugendzentrums. Weder habe das Jugendzentrum zu gewaltsamen Aktionen beim G-20-Gipfel aufgerufen, noch sei bewiesen, dass der Angriff auf die Polizeistation in der List in irgendeiner Verbindung zum Jugendzentrum stehe.     

Als auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle die Stahlbaucontainer bundesweit knapp wurden, hatten Architekten des hannoverschen Büros Mosaik eine gute Idee: Warum nicht Unterkünfte aus Holzfertigteilen bauen? Drei Anlagen haben sie 2016 in Hannover gemeinsam mit der Stadtverwaltung erstellt.

Conrad von Meding 13.07.2017
Aus der Stadt Arbeitsmodelle und Mobilität von morgen - Werkstatt Hafven präsentiert Zukunftsvisionen

Wie könnte in Zukunft gearbeitet werden? Was für neue Formen der Bewegung lassen sich entwickeln? Zwei Gruppen aus Hannover konzipieren Zukunftvisionen zu den Themen Arbeitsmodelle und Mobilität. Die Tüftler haben sich auf das Projekt Phase XI beworden. 

13.07.2017

Hätte Organisator Harald Böhlmann das Kleine Fest im Großen Garten beenden und das Eintrittsgeld zurückgeben müssen? Gäste des Kleinen Fests sind verärgert, weil die Premiere am Mittwoch trotz heftigen Regens nicht abgebrochen wurde. 

Juliane Kaune 16.07.2017
Anzeige