Nach der Explosion in einem orientalischen Café in der Goethestraße schweben zwei Personen weiterhin in akuter Lebensgefahr. Dabei handelt es sich um einen 39-jährigen Mann und dessen Partnerin, die in der dritten Etage des Wohn- und Bürogebäudes leben. Die Identität der Frau hatte nach dem Unglück zunächst nicht geklärt werden können. Am Mittwoch teilte die Polizei mit, dass es sich um die 25-jährige Mieterin handelt. Sie und ihr Partner hatten offenbar versucht, durch das Treppenhaus zu flüchten, nachdem ein Knall das Haus in der Nacht zu Dienstag erschüttert hatte. Die Flammen hatten sich innerhalb von Sekunden ausgebreitet und von dem Café im Erdgeschoss auf die oberen Etagen übergegriffen. Vermutlich atmeten der 39-Jährige und seine Freundin giftige Rauchgase ein. Feuerwehrleute fanden die beiden bewusstlos im Treppenhaus.
Die Polizei geht weiterhin davon aus, dass der in den Flammen ums Leben gekommene 29-jährige Isa K. das Feuer in seinem Lokal „Beit El Sultan“ selbst gelegt hat. Dafür soll er in dem Lokal reichlich Brandbeschleuniger verteilt haben. Das Motiv des Libanesen ist jedoch völlig unklar. Auch die Frage, ob er von Anfang an plante, in den Flammen ums Leben zu kommen, können die Ermittler noch nicht beantworten. „Es wurden bereits einige Angehörige des Mannes vernommen“, sagte ein Polizeisprecher. Auf Anfrage bestätigte die Polizei, dass der 29-Jährige, der eine Frau und einen Sohn hinterlässt, in Berlin lebte und dort auch gemeldet war. Während seiner Hannover-Aufenthalte soll er stets im „Beit El Sultan“ übernachtet haben, berichteten Gäste. Verwandte des 29-Jährigen widersprechen der Darstellung der Polizei. „Isa war so beliebt, warum sollte er sein Lokal anzünden und in den Räumen bleiben“, sagte Seifeddine Hassoun, ein Cousin des Opfers. Auch die Möglichkeit eines versuchten Versicherungsbetruges schließt Hassoun aus: „Der Laden war immer voll bis unter die Decke, das macht sich doch keiner einfach kaputt.“
Betroffen von den Folgen der Explosion ist auch die gemeinnützige Initiative IBIS – sie unterstützt behinderte Menschen beim Einstieg in das Berufsleben – und der Notruf für vergewaltigte Frauen. Die Geschäftsstellen beider Organisationen sind in dem ausgebrannten Haus in der Goethestraße 23 untergebracht. Die Einrichtungen suchen nun nach Räumen, in denen sie vorübergehend unterkommen können. „Das Gebäude wird wohl erst in einigen Monaten wieder hergestellt sein“, sagte Annette Loer vom Frauennotruf. Das Nottelefon sei umgeleitet und unter der bekannten Nummer erreichbar.
Von Vivien-Marie Drews und Tobias Morchner
HAZ.de Anmeldung
Kommentare
isa.k Aimen – 18.01.10
allah yiramek isa.K du warst der beste cosenk für mich du hast dich doch nicht selber umgebracht oder du warst immer im laden du warst wie der besizer und du hast alles gehsagt was wir machen sollen das war immer geil mit dir ich hoffe alah beschütst dich im himmel ich gucke immer zu dir kein angst ausardem war der laden immer voll bis zum decken. du warst so belipt isa.K alle mögten dich ich dich auch du hast mir alles gehgeben und alles gehmacht. ich und du isa wir haben immer mit frauen getanst weist du noch du warst immer der beste habibi alah yiramek. wo ich das gehört habe das mit explosion hatte ich ein chok ich hoffe du bist das nich.....Alah Yiramek Isa.k...von Aimen Arfou
?? Schnauze- voll – 01.01.10
na mit Luise und Khalil sind uns ja 2 wahre Meisterdetektive durch die Lappen gegangen. Wenn es nicht so traurig wäre.....Vorwürfe Khalil – 01.01.10
Ich glaube nicht, dass er das Feuer gelegt hat. Außerdem kann man Brandbeschleuniger für andere Sachen nutzen, außerdem war es doch Nargile Cafe, kann doch sein , dass er diesen Beschleuniger dafür genutzt hat, um die Kohle schneller zum Brennen zu bringen. Es war auf jeden Fall ein Unfall. Wenn das Cafe so gut lief, würde er sich bestimmt nicht alles kapputt machen.Isa Allah möge mit dir sein. Ruhe in Frieden
Sicher? Luise – 01.01.10
Sicher, daß er selber das Feuer gelegt hat? Den Brandbeschleuniger kann auch jemand anders ausgekippt haben. Ich glaube nicht, daß die Ermittler auf dem Brandbeschleuniger Fingerabdrücke gefunden haben ...