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Nach ICE-Randale: Polizei sucht Zeugen

96-Anhänger verwüsten Zug Nach ICE-Randale: Polizei sucht Zeugen

Rund 300 Anhänger von Hannover 96 haben nach der verlorenen Zweitliga-Partie beim 1. FC Nürnberg mehrere Waggons eines ICE verwüstet. Der Zug konnte seine Fahrt nach Lübeck nicht fortsetzen, nachdem die Bahn die Schäden festgestellt hatte. Nun sucht die Polizei nach Zeugen. 

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Quelle: HAZ-Archiv

Hannover. Nach Randale in einem ICE der Deutschen Bahn sucht die Polizei nun Zeugen. Grund sind die Verwüstungen in dem Zug nach dem Auswärtsspiel von Hannover 96 am vergangenen Sonnabend. Nach Angaben der Bundespolizei waren rund 300 Randalierer am Nürnberger Hauptbahnhof in den bereits voll besetzten Zug in Richtung Norden gestiegen. Auf der Fahrt beschmierten und beklebten die teilweise betrunkenen Fußball-Fans die Wände des ICEs, Sitzpolster wurden beschädigt, ein Kleiderhaken abgebrochen, zwei Feuerlöscher sowie mehrere Nothämmer gestohlen. Der Speisewagen wurde besonders stark in Mitleidenschaft gezogen und verunreinigt. „Überall schütteten die Chaoten klebrige Flüssigkeit aus“, heißt es in der Mitteilung der Bundespolizei. Die Fahrt endete in Hamburg. Der Zug konnte seine Fahrt nicht fortsetzen.

Chaoten verwüsten Speisewagen

Zudem wurden andere Reisende beleidigt und bedroht. Aufforderungen des Sicherheitspersonals in Nürnberg, den ICE wieder zu verlassen, sollen die 96-Fans nicht nachgekommen sein. Die Mitarbeiter der Bahn im ICE waren von dem aggressiven Auftreten der 96-Ultras derart einschüchtern, dass sie sich in ihren Dienstabteilen verschanzten und die Randalierer gewähren ließen.

Die Bundespolizei verständigten sie nicht. So konnten die 96-Ultras in Hannover den Zug verlassen, ohne von der Polizei kontrolliert zu werden. Erst bei der Weiterfahrt des ICE nach Hamburg wagten sich die Bahnmitarbeiter wieder in die Waggons und erkannten den Schaden. Die Bundespolizei wertet derzeit Bilder von Überwachungskameras aus, um Täter identifizieren zu können. 

Zeugen gesucht

An Bord befanden sich zahlreiche Reisende, auch ohne Fußballbezug. Mögliche Zeugen von Tathandlungen werden gebeten, sich mit der Bundespolizei in Hannover in Verbindung zu setzen. Telefon: 0511 30365 0

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