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So reagiert Hannovers AfD auf die Kritik von Braune

Lieber CDU wählen So reagiert Hannovers AfD auf die Kritik von Braune

Die Kritik von AfD-Ratsherr Tobias Braune an den Landtagskandidaten seiner Partei sowie sein öffentlicher Aufruf, die CDU zu wählen, haben in der AfD-Ratsfraktion Kopfschütteln ausgelöst. Braune werde voraussichtlich nicht bis zum Ende der Ratsperiode Mitglied der Fraktion bleiben, sagt Fraktionschef Sören Hauptstein.

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Tobias Braune (kleines Bild) kritisiert die eigene Partei. Hannovers AfD-Chef Jörn König und die AfD-Ratsfraktion distanzieren sich von Braune.

Quelle: Ditfurth/Behrens/M

Hannover. „Seine Äußerungen sind parteischädigend“, sagt Fraktionschef Sören Hauptstein. Man werde jetzt beraten, wie es weitergeht. „Die AfD-Fraktion steht ausdrücklich hinter der demokratisch gewählten Landesliste“, betont Hauptstein.

Braune hatte kritisiert, dass sich Spitzenkandidaten der AfD von Rassisten unterstützen ließen. Zudem rief er in den sozialen Medien dazu auf, CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann die Stimme zu geben.

In der CDU rechnet man damit, dass Braune Parteimitglied werden will. Zwar habe es noch keinen formalen Antrag gegeben, heißt es aus den Reihen der Christdemokraten, aber man sei sehr skeptisch. „Die Unterstützung von ehemaligen AfD-Leuten brauchen wir nicht“, sagt ein CDU-Mann.

In den sozialen Netzwerken hat der Vorstoß Braunes zum Teil ein positives Echo gefunden. Braune wolle vor dem bereits eingetretenen Rechtsruck der AfD warnen, schreibt Grünen-Ratsherr Daniel Gardemin auf der HAZ-Facebook-Seite. In Niedersachsen stünden die Ultra-Rechten in den Startlöchern. „Das hat Braune gut rübergebracht, dafür gebührt ihm unabhängig von seiner Parteimitgliedschaft Respekt“, schreibt Gardemin.

Restaurant storniert AfD-Wahlparty

Unterdessen muss sich die AfD auf die Suche nach einer neuen Lokalität für ihre Wahlparty am Sonntag machen. Der Betreiber der Gaststätte Ouzeri hat seine ursprüngliche Zusage zurückgezogen, berichtete Hannovers AfD-Chef Jörn König. Das griechische Lokal, das von einem aus dem Irak stammenden Mann geführt wird, habe Drohungen erhalten und sei schlecht bewertet worden. Auf der Facebook-Seite des Restaurants heißt es, dass man die Gäste nicht verlieren wolle und deshalb die Wahlparty storniert habe.

König bedauerte die Absage, äußerte aber wegen der Bedrohungen Verständnis. Derzeit prüfe seine Partei alternative Räume für die Wahlparty. Wo in Hannover gefeiert wird, stehe aber noch nicht fest.

Von Andreas Schinkel und Mathias Klein

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