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Camp-Räumung hat 25 000 Euro gekostet

Weißekreuzplatz nach Dauer-Demo Camp-Räumung hat 25 000 Euro gekostet

Das Protestcamp auf dem Weißekreuzplatz hat erhebliche Kosten verursacht. Geschätzte 25 000 Euro zahlt die Stadt für Räumung und Entsorgung des Camps. Das teilt Ordnungsdezernent Marc Hansmann (SPD) am Donnerstag im Rat auf Anfrage der "Hannoveraner" mit.

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Das Protestcamp auf dem Weißekreuzplatz wurde vor einigen Wochen geräumt.

Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover. Die Überbleibsel der Dauer-Demo auf dem Weißekreuzplatz hatte das Entsorgungsunternehmen aha auf einem Betriebshof deponiert, doch die Gegenstände wurden nicht abgeholt. "Sämtliche Sachen wurden inzwischen vernichtet", sagt Hansmann. Die Kosten für Beseitigung des Mülls von etwa 6700 Euro versuche man jetzt beim Verursacher, also den Demonstranten, wiederzubekommen. Die Gesamtkosten von 25 000 Euro für die Räumung des Lagers dürften aber nicht auf den Verursacher umgelegt werden. "Das wurde uns gerichtlich untersagt", teilt Hansmann mit. Zudem muss die Stadt 2400 Euro aufwenden, um die Rasenfläche auf dem Platz wiederherzustellen und das Gebiet einzuzäunen.

Sudanesen harrten zusammen mit Aktivisten aus der linken Szene fast zwei Jahre auf dem Cityplatz aus, um auf die Missstände in ihrer Heimat hinzuweisen und Fundamentalkritik an der deutschen Asylpolitik zu üben. Nach Verhandlungen mit Ordnungsdezernent Hansmann und Bezirksbürgermeister Michael Sandow (SPD) hatten sich die Demonstranten bereit erklärt, der Aufforderung der Polizei zu folgen und den Platz zu räumen.

Ein Teil der Vereinbarung war, dass ein Gedenkstein auf dem Platz aufgestellt wird, der an den Protest erinnert. Das hat die Stadt nach Informationen der HAZ jetzt abgelehnt. Es sei aber vorstellbar, heißt es aus dem Rathaus, dass eine Erinnerungstafel am Raschplatzpavillon angebracht werden könnte. Mehr noch als einen Gedenkstein wünschen sich die Protestler inzwischen, dass sie einen Raum im Pavillon als Treffpunkt nutzen dürfen.

Die Sudanesen sind nach Aufgabe des Camps in ihre Wohnheime und Wohnungen zurückgekehrt und hoffen auf positive Asylbescheide.

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