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Braucht das Maschseefest mehr Platz?

Nach Sperrung am Nordufer Braucht das Maschseefest mehr Platz?

Während des Auftritts von Johannes Oerding auf dem Maschseefest musste der Veranstalter für knapp 40 Minuten die Zugänge zum Bereich vor der Bühne sperren. Die Polizei kritisiert unvernünftige Besucher und lobt das Konzept am See. Aber gibt es Möglichkeiten, bei attraktiven Konzerten des Maschseefestes mehr Platz fürs Publikum zu schaffen?

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Johannes Oerding auf dem Maschseefest.

Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover. Einen Tag nach dem ersten Maschseefest-Wochenende ist die zeitweise Sperrung des Nordufers noch immer ein Thema. Am Freitag musste der Veranstalter während des Auftritts von Johannes Oerding für knapp 40 Minuten die Zugänge zum Bereich vor der Bühne sperren. „Das war aber eine präventive Maßnahme, die verhindern sollte, dass es am Nordufer zu voll wird“, sagt Maschseefest-Organisator Hans Christian Nolte. Überfüllt sei es zu keiner Zeit gewesen. „Davon spricht man erst, wenn sich mehr als vier Personen auf einem Quadratmeter aufhalten“, sagt Nolte. Am Freitag seien es weniger als drei gewesen.

Auch bei der Polizei, die am Freitag das Sicherheitspersonal des Veranstalters unterstützte, ist man mit den gemeinsamen Vorkehrungen zufrieden. „Es handelt sich um ein gutes Sicherheitskonzept, das sich auch inhaltlich mit mehreren Szenarien beschäftigt“, sagt ein Polizeisprecher auf Anfrage der HAZ. Der Fall des Johannes-Oerding-Konzertes habe jedoch gezeigt, dass es in einzelnen Teilbereichen noch Verbesserungsmöglichkeiten gebe.

Johannes Oerding trat auf dem Maschseefest auf der ffn-Bühne auf. 

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Auch Nolte räumt ein, dass man das Absperren mehrerer Zugänge zum Nordufer vielleicht noch offensiver hätte kommunizieren können. „Viele Besucher waren einfach überrascht, dass man an den Durchlässen noch heraus durfte“, sagt er. „So etwas gab es in den 30 Jahren seit den Anfängen des Festes noch nie.“ Auch bei der Polizei nimmt man den Organisator in Schutz. „Der Veranstalter konnte mit dem undisziplinierten Verhalten einiger Besucher nicht rechnen“, heißt es in der Behörde.

Mehrere Besucher wollten sich nicht damit abfinden, dass ihnen aus Sicherheitsgründen der Weg versperrt wurde. Sie versuchten, trotzdem durch die Absperrungen zu kommen. „Dadurch wuchs der Druck vom Arthur-Menge-Ufer“, sagt Nolte. Das müsse man aber aushalten, wenn man hochklassige Künstler wie Oerding auch in Zukunft auf dem Maschseefest sehen wolle.

Gibt es Möglichkeiten, bei attraktiven Konzerten des Maschseefestes mehr Platz fürs Publikum zu schaffen? Die HAZ hat Organisator Hans Christian Nolte zu einigen denkbaren Varianten befragt:

Keine Stars? Bühne im See? Auf der Straße? Die Suche nach der Lösung am Nordufer

Eine Bühne im See am Nordufer ist nach Auskunft von Nolte nicht möglich. „Eine solche Konstruktion wäre einfach zu teuer“, sagt er über die Idee, die 1997 für Joe Cocker realisiert worden war. Außerdem gilt: „Da der Maschsee ein Gartendenkmal ist, darf darauf nicht geworben werden“, betont Nolte. Er bräuchte also einen Sponsor, der nicht werben will – fast unmöglich.

Keine Top-Acts mehr am Nordufer: Bereits im vergangenen Jahr strömten Tausende Menschen zum Auftritt von Schlagerstar Mickie Krause. Eine Möglichkeit wäre die Verlegung solcher Konzerte an einen weitläufigeren Platz. „So einen geeigneteren Ort gibt es aber nicht am Ufer des Maschsees“, sagt Nolte.

Die Sperrung des Arthur-Menge-Ufers als zusätzlichen Ort für Konzerte zieht Hans Christian Nolte nicht in Erwägung. „Die schmale Straße ist nicht für eine Bühne geeignet“, sagt er. Außerdem befürchtet er, dass die Menschenmenge, wenn es zu eng wird, auf den Ehrenfriedhof ausweichen könnte.

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