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Tierschützer demonstrieren vor dem Zoo

Quälerei-Vorwürfe Tierschützer demonstrieren vor dem Zoo

"Elefanten raus aus dem Zoo": Rund 120 Tierschützer haben am Sonnabend vor dem Zoo in Hannover demonstriert. Hintergrund sind die Vorwürfe, dass Pfleger im Zoo Elefanten misshandeln würden. Das Magazin "Report Mainz" hatte einen Beitrag mit heimlich gefilmten Aufnahmen veröffentlicht, der der für kontroverse Diskussionen sorgt.

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Tierschützer demonstrieren vor dem Zoo.

Quelle: dpa

Hannover. Noch sind die Vorwürfe keineswegs geklärt. Für rund 120 Demonstranten vor dem Zoo Hannover steht Sonnabend jedoch fest, dass Mitarbeiter des Tierparks Elefanten quälen. Kinder haben Schilder mit selbstgemalten Elefanten mitgebracht, auf denen "Stopp die Tierquälerei" steht. Oder ein einem Elefanten in den Mund gelegter Appell, gerichtet an die Zoobesucher: "Ihr bezahlt für meine Qual".

Mehr als 100 Tierschützer haben am Sonnabend vor dem Zoo in Hannover demonstriert. Hintergrund sind die Vorwürfe, dass Pfleger im Zoo Elefanten misshandeln würden. 

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Rosalie Sinnwell ist mit ihrer Tocher Mia dem Protestaufruf gefolgt, obwohl sie bisher sehr gerne mit der Familie den Zoo besucht hat. Die Neuhannoveraner leben erst seit acht Wochen in der Stadt, aber haben bereits eine Jahreskarte. Die 43-Jährige kritisiert, dass die Tierpfleger noch im Dienst sind, die in dem Beitrag von "Report Mainz" zu sehen sind.

Die Mitarbeiter benutzen beim Umgang mit den Tieren Stöcke mit Widerhaken, sogenannte Elefantenhaken. Ob die Elefanten geschlagen oder geführt werden, ist umstritten. "Ich kann nicht nachvollziehen, dass Geld für einen neuen Eingang da ist, aber nicht für artgerechte Tierhaltung", sagt Rosalie Sinnwell.

Die Empörung ist groß

Organisiert hat den Protest Altenpflegerin Gaby Schlottig von Peta Hannover. "Wir sind erschüttert von den Zuständen und wollen, dass die Quälerei aufhört", sagt die Ehrenamtliche. Die Bundesorganisation Peta geht in ihren Forderungen aber weiter. "Wir sehen Elefantenhaltung im Zoo generell nicht als artgerecht an", betont der hauptberufliche Peta-Referent Frank Schmidt. Elefanten seien dabei nur ein Beispiel. Zoos sind aus Sicht der Peta-Aktivisten Tiergefängnisse.

Tierschützer werden Pflegern im Zoo Hannover vor, Baby-Elefanten zu misshandeln, um ihnen Kunststücke beizubringen. 

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Für Haustiere gelten offenbar andere Regeln: Einige Demonstranten haben ihre Hunde zu der Aktion mitgebracht. Schmidt fordert, die Tierpfleger zu suspendieren, bis die Situation aufgeklärt sei. Das ungeschnittene Bildmaterial werde Peta aber dem Zoo nicht zur Verfügung stellen.

Videomaterial

Das zeigen die  Peta-Aufnahmen

Besucher, von den Aktivisten angesprochen, setzten ihren Weg zur Kasse danach fort. "Wir haben es unserem Enkel versprochen", sagt Klaus-Dieter Seisselberg entschuldigend. Die 35-jährige Widera Sahlbach dagegen hält den Protest für überzogen. "Es steht in keinem Verhältnis, wenn man bedenkt, was in Syrien passiert."

Es handelt sich bereits um die zweite Demonstration in zwei Tagen. Am Freitag hatten etwa  30 Tierrechtsaktivisten von Animal Rights Watch eine Mahnwache vor dem Zoo abgehalten.

Zoo stockt Personal auf

Der Zoo hat am Wochenende sein Personal aufgestockt, um Fragen der Besucher zu beantworten. Die Besucherzahl war ähnlich wie an vergleichbaren Tagen. Unterdessen herrscht unter den Tierpflegern Verunsicherung, berichtet Zoochef Andreas Casdorff. "Wir hoffen, dass sie sich dadurch nicht in Gefahr bringen." Casdorff betont, dass die Vorwürfe aufgeklärt werden müssten. Dazu gehöre aber eine Analyse des gesamten Bildmaterials.

bil

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