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Enercity baut nach 40 Jahren Leerstand Öltank um

Energiewende Enercity baut nach 40 Jahren Leerstand Öltank um

Auf Hannovers ältestem Kraftwerksstandort in Herrenhausen kommt ein seit Ende der 1970er Jahre ungenutzter Öltank mit einem Fassungsvermögen von 15 000 Kubikmetern zu neuen Ehren. Die Stadtwerke bauen ihn zu einem Heißwasserspeicher für ihr Fernwärmenetz um und investieren dafür immerhin 5,5 Millionen Euro.

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Noch steht das Baugerüst am Tank, aber im kommenden Winter soll er als Wasserspeicher einsetzbar sein.

Hannover. Üblicherweise erzeugen die Stadtwerke Strom und Heizenergie gleichzeitig über Kraft-Wärme-Kopplung in ihren Kraftwerken. Weil aber immer mehr Strom aus Sonne und Wind in die Netze drängt, geht der Anteil der konventionellen Kraftwerke zurück. Vor allem der mit Millionenaufwand modernisierte Meiler in Linden steht häufig still. Er wird nur gebraucht, wenn die Sonne sich nicht blicken lässt und Flaute herrscht.

„Mit dem neuen Heißwasserspeicher können wir intelligenter am Markt agieren“, sagt Stadtwerkesprecher Carlo Kallen. Nach dessen für die kommende Heizperiode geplante Inbetriebnahme sei es möglich, die Kraftwerke besser auszulasten und flexibler an Verbrauchsschwankungen anzupassen. Strom- und Wärmeerzeugung seien dann nicht mehr nur gekoppelt, sondern auch zeitlich unabhängig voneinander möglich.

Um den alten, 21 Meter hohen Tank mit einem Durchmesser von 30 Metern für die neue Aufgabe auszustatten, wird er in eine 40 Zentimeter starke Dämmschicht samt Außenverkleidung eingepackt. Parallel schließen ihn die Techniker über eine Rohrleitung ans Fernwärmenetz an. Im Juni begann eine Druckprobe, die dieser Tage abgeschlossen wurde. Die Stadtwerke haben langsam Wasser in den Tank laufen lassen, der Pegel stieg täglich um 50 Zentimeter. Ergebnis: Die Konstruktion hat auch nach kompletter Befüllung dicht gehalten. „Einem erfolgreichen und pünktlichen Abschluss des Projekts steht nun nichts mehr im Wege“, sagt Harald Noske, Technikvorstand der Stadtwerke. Künftig wird das Wasser eine Temperatur von bis zu 98 Grad Celsius aufweisen. Die letzten Tage des Leerstands im Öltank Ende Mai haben die Stadtwerke genutzt, um die, wie sie sagen, „eindrucksvolle Akustik“ erlebbar zu machen. Musiker haben dort gespielt, ein Kurzfilm mit dem Titel „Abgesang im Öltank“ hielt den Auftritt fest:

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