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Nachfrage nach Pfandbecher "Hannoccino" steigt

Neues Pfandsystem Nachfrage nach Pfandbecher "Hannoccino" steigt

Nachfrage wächst: Mehr als 90 Bäckereien in Hannover beteiligen sich am Pfandsystem "Hannoccino" für Mitnehmkaffee. Allerdings fehlen passende Deckel. 

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Einwegbecher kommen für ihn nicht infrage: Kunde Pit Moch.

Quelle: Clemens Heidrich

Hannover. In der Bäckerei Henri auf der Limmerstraße steht eine Ansammlung an neuen, roten Bechern auf der Auslagetheke. „ Hannoccino“ steht da drauf, dekoriert sind die Becher mit der Skyline von Hannover.

Um der vor allem durch eilige Kaffeetrinker verursachten Berge an Wegwerfbechern auf Hannovers Straßen Herr zu werden, führen die Stadt und der Abfallwirtschaftsbetrieb aha ein Pfandsystem ein. Dafür wurde der Bechertyp "Hannoccino" entwickelt. Der Pfandpreis liegt bei zwei Euro.

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Jeden Morgen vor der Arbeit kommen hier die Menschen hin, um sich noch einen Coffee to go zu besorgen. Die dabei verwendeten Einwegbecher brachte lange ein Müllproblem mit sich. Die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) hat sich deshalb ein System überlegt, das diesen Müll reduzieren soll: Den Pfandbecher Hannoccino.

Rund 26.000 Stück von den roten, weitestgehend aus Biomaterialien zusammengestellten Kaffeebechern verteilten sie an 90 Bäckereien in ganz Hannover. Darunter auch bei Henri. In den ersten Tagen wurden in der kleinen Filiale 10 Becher verkauft. „Gerade in Linden gibt es viele Studenten, die solche Aktionen gut finden“, sagt Melanie Behrens, die im Verkauf tätig ist.

Die Kunden seien im Schnitt zwischen 20 und 40 Jahre alt und wirkten sehr umweltbewusst. Sie sei außerdem sehr zuversichtlich, dass die Aktion in den nächsten Tagen noch mehr Abnehmer finden werde. Auf hohe Akzeptanz trifft der Becher in jedem Fall. „Ich hab wegen den Einwegbechern nie Coffee to go gekauft. Mit den neuen Bechern könnte man es sich überlegen“, sagt Pit Moch in Linden.

Auch die Bosselmann-Filiale in der Osterstraße bietet seit einigen Tagen die Becher an. „Es läuft sehr gut an“, erzählt Filialleiter Martin Pinn „Schon am ersten Tag haben wir von 300 gelieferten Bechern 50 verkauft.“

In den Stadtbahnen und den teilnehmenden Filialen hängen Zettel, was die Menschen aufmerksam macht. Büros kauften ganze Sätze für die Mitarbeiter. Auch in der Bosselmann-Filiale kauften meistens Menschen im Alter von 20 bis 40 die Becher, sagt Ilianna Symeonidou, Verkäuferin in der Bäckerei. Die Kunden zeigen sich auch in dieser Filiale angetan von der Idee.

„Ich finde die Idee super, noch besser wäre allerdings, wenn man auch seine eigenen Becher zum Auffüllen mitbringen könnte. Aber es ist auf jeden Fall besser als Wegwerfen“, sagt Nicole Endorf, die vor dem Laden ihren Kaffee trinkt. Das Mitbringen von eigenen Bechern ist aus Hygienegründen in vielen Filialen nicht erlaubt. Es gebe Berichte von einer hohen Nachfrage nach dem Becher als Designobjekt, erzählt Stefan Altmeyer von der aha.

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