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Aus der Stadt Streifen und Spiralen
Hannover Aus der Stadt Streifen und Spiralen
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20:39 05.08.2015
Von Bernd Haase
Gemeinsam mit seiner Mutter erkundet Etosha erstmals sein Gehege. Quelle: Wilde
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Hannover

Die Kinderstube im Zoo Hannover – hier speziell die Abteilung in der Savannenlandschaft Sambesi – hat Zuwachs bekommen. Zwei Jungtiere sind es bei den seltenen Addax-Antilopen, je eines tollt bei den Bergzebras und den Blessböcken durch die Anlage. Sie sind allesamt zwischen dem 16. und 27. Juni zur Welt gekommen, haben ihre ersten Lebenswochen aber bei den Müttern im Stall verbracht.

Für die Antilopen koordiniert der hannoversche Zoo das europäische Erhaltungszuchtprogramm. Addax-Mann Smokey bringt es mittlerweile auf mehr als 20 Nachkommen, die beiden jüngsten hören auf die Namen Florence und Jeanne. In der freien Wildbahn sind die Mendesantilopen, wie sie auch heißen, in den nordafrikanischen Wüstengebieten0 heimisch und haben sich perfekt an die dortigen Bedingungen angepasst. Unter anderem spüren sie noch in einer Entfernung von 200 Kilometern, wenn es irgendwo in der Wüste einmal regnet. Dann machen sie sich auf den Weg in der Hoffnung auf ein wenig frisches Grün. Ein paar Kräuter und Gräser reichen ihnen zum Überleben.

Allerdings muss man mittlerweile lange suchen, wenn man die Tiere finden will. Der Bestand der Addax-Antilopen in ihren Verbreitungsgebieten wird auf nur noch ganze 300 Exemplare geschätzt. „In den meisten Staaten gelten sie bereits als ausgestorben“, sagt Zoo-Sprecherin Simone Hagenmeyer. Dazu beigetragen haben vor allem sogenannte Vergnügungsjagden, bei denen die Tiere mit Autos oder Kleinflugzeugen verfolgt und abgeschossen wurden.

Noch prekärer wäre die Lage, wenn Zoos aus Europa und den USA nicht seit 30 Jahren Addax-Antilopen auswildern würden. „Tiere, die in Hannover zur Welt gekommen sind, leben in Nationalparks in Tunesien und Marokko“, berichtet Hagenmeyer.

Das Bergzebra-Fohlen im Zoo hört auf den Namen Etosha. Es hat die ersten Lebenswochen unter anderem damit verbracht, sich das Streifenmuster seiner Mutter Nele einzuprägen. Im Tierpark ist das letztlich nicht entscheidend, in freier Wildbahn allerdings schon. Bergzebras sind in den Wüstengebieten und Hochebenen im südlichen Afrika heimisch und tragen ihren Namen, weil sie gute Kletterer sind. Um die damit verbundenen Anstrengungen zu meistern, wiegt ihr Herz ein Kilogramm mehr als das der größeren Steppenzebras. Um die Bergzebras steht es zwar nicht ganz so schlimm wie um die Antilopen, aber auch nicht gerade gut. Eine jüngste Bestandszählung ergab, dass in freier Wildbahn noch 8300 unterwegs sind.

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Seltener und niedlicher Nachwuchs im Zoo Hannover: Die Addax-Antilopen und Bergzebras haben Junge bekommen.

 

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