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Aus der Stadt Polizei findet bei A2-Kontrolle Einbruchswerkzeug
Hannover Aus der Stadt Polizei findet bei A2-Kontrolle Einbruchswerkzeug
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20:29 10.11.2017
Bei einer erneuten Großkontrolle an der A2 hat die Polizei nach Einbrecherbanden gesucht. Quelle: Foto:Christian Elsner HAZ / NP

Die Polizeidirektion Hannover ist in der Nacht zu Freitag mit einer groß angelegten Aktion auf der A 2 gegen umherreisende Einbrecherbanden vorgegangen. An insgesamt acht Kontrollstellen zwischen den Abfahrten Herrenhausen und Bad Nenndorf überprüften sie Autofahrer und deren Fahrzeuge – und wurden fündig. Die Beamten überprüften insgesamt 297 Insassen von Fahrzeugen und leiteten drei Straf- und 15 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Zudem wurde eine Schreckschusspistole sichergestellt.

Auf die Schreckschusswaffe stießen die Polizisten bei einer weiteren Kontrolle an der Gutenbergstraße in Garbsen-Nord. Der junge Fahrer einer Mercedes E-Klasse stand unter Drogeneinfluss. Gegenüber den Beamten gab er an, die Waffe gehöre seinem Onkel. Der Einsatzleiter ließ sich jedoch nicht beirren und leitete ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie des Fahrens unter Drogeneinfluss gegen ihn ein. Zudem geriet ein Mann in die Großkontrolle, der per Haftbefehl gesucht wurde. Nach der Zahlung von 1077 Euro konnte er seine Fahrt fortsetzen.

HAZ-Foren mit der Polizei

Zu den HAZ-Sicherheitswochen geben Experten Tipps zum Schutz vor Einbrechern. Los geht’s Donnerstag im Rathaus Garbsen. Dort spricht um 15 Uhr Kriminalhauptkommissar Michael Fritsch. Anmeldungen sind ab Montag unter (0 51 31) 46 72 10 möglich. Beim HAZ-Forum am 22. November um 20 Uhr im Pressehaus diskutiert Autor Peter Zingler mit HDI-Experte Frank Manekeller und Ralf Gossmann von der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI). Anmeldung mit dem Stichwort „Einbruch“ laufen per Mail an hannover@haz.de.

Kontrolle mit Maschinenpistolen

Beamte mit Maschinenpistolen sicherten jede Kontrollstelle – die Eigensicherung der Polizisten spielte eine wichtige Rolle. . „Wir müssen immer darauf gefasst sein, dass vor Ort etwas Unvorhergesehenes passiert“, sagt Sprecher André Puiu. Einsatzleiter Tobias Giesbert betont: „Ziel solcher Aktionen ist es insbesondere, Erkenntnisse über reisende und organisierte Straftäter zu gewinnen und potenztiellen Tätern zu signalisieren, dass sie zu jeder Zeit mit Kontrollen rechnen müssen.“

Gerade zu Beginn der dunklen Jahreszeit sind Tätergruppen wie Einbrecher und Autodiebe besonders umtriebig. Im Jahr 2016 registrierte die Polizeidirektion 2937 Eigentumsdelikte. Vier Jahre zuvor waren es nur 2782. „Die Zahl der Wohnungseinbrüche von 2016 werden wir dieses Jahr mindestens wieder erreichen, eventuell liegen wir sogar darüber“, sagt Polizeipräsident Volker Kluwe. Im Oktober 2017 registrierte die Polizei etwa 360 Einbrüche, im Vorjahresmonat waren es etwas mehr als 200.

Fotostrecke Hannover Aus der Stadt: Polizei nimmt Einbrecher in den Blick

An der jüngsten Aktion waren unter anderem die Ermittlungsgruppe Eigentumskriminalität, die Polizeiinspektionen Garbsen, Burgdorf und Hannover-Ost sowie die Autobahnpolizei, der zentrale Verkehrsdienst und die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen beteiligt.

„Täter kommen überall hinein“

Dunkle Jahreszeit lässt Zahl der Einbrüche steigen / Hannover sehr beliebtes Ziel

Die Polizei warnt besonders zu Beginn der dunklen Jahreszeit vor Einbrechern. „Hannover ist als Ballungsort und aufgrund seines Umlandes attraktiv für Täter“, sagt Polizeipräsident Volker Kluwe, „besonders aber wegen seiner Infrastruktur mit Autobahnen und Bahnstrecken.“ Zwischen Oktober 2016 und März 2017 gab es jeweils 200 bis 600 Taten pro Monat.

Ein Opfer ist Susanne Schmidt (Name geändert). Sie entdeckte eines Tages ihr verwüstetes Haus. „Der Schreck war groß“, sagt sie. Die Diebe stahlen Schmuck und Bargeld. Laut Polizei war ihr Haus zwar ausreichend gesichert, die Täter aber hatten offenbar Zeit. „Wenn sie wollen, kommen sie überall rein“, sagt der Präventionsbeamte Michael Nickel. Um es ihnen schwer zu machen, seien einbruchssichere Fenster wichtig, Schlüssel sollten nicht außerhalb des Hauses versteckt werden.     

Von Tobias Morchner und Peer Hellerling

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Conrad von Meding