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Aus der Stadt Radmitnahme in Bus und Bahn soll einfacher werden
Hannover Aus der Stadt Radmitnahme in Bus und Bahn soll einfacher werden
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00:31 25.03.2018
Die geltenden Regeln für Fahrradtransport in Bussen und Bahnen sind kompliziert. Quelle: dpa
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Hannover

Wer sein Fahrrad in Bussen und Bahnen im Raum Hannover mitnehmen will, muss ein kompliziertes Regelwerk beachten. Bedingungen und Kosten sind je nach Unternehmen unterschiedlich. „Das ist verwirrend und nicht mehr zeitgemäß“, sagt Elke van Zadel, Leiterin des Fachbereichs Verkehr bei der für den Nahverkehr zuständigen Region Hannover und gleichzeitig Geschäftsführerin bei der Regiobus. Van Zadel sind vor allem die Sperrzeiten ein Dorn im Auge, die es beispielsweise bei der Üstra gibt. Sie plädiert für eine komplette Freigabe und damit für die Fahrradmitnahmemöglichkeit rund um die Uhr bei allen Unternehmen.

Derzeit dürfen im Tarifgebiet des Großraum Verkehr Hannover (GVH) Fahrräder bei der Üstra zu den Stoßzeiten von morgens 5 Uhr bis 8.30 Uhr sowie nachmittags von 15 Uhr bis 19 Uhr nicht mitgenommen werden. In den S-Bahnen sowie den Regionalzügen von Erixx, Westfalenbahn, Metronom und Enno ist die Mitnahme in den Stoßzeiten möglich, muss aber in Form eines zusätzlichen Ein-Zonen-Tickets bezahlt werden. Bei der Regiobus sind Fahrräder nur zwischen 19 Uhr und 5 Uhr erlaubt. Außerhalb der genannten Zeiten sowie an Wochenend- und Feiertagen dürfen Radler ihr Gefährt in allen Bussen und Bahnen kostenfrei transportieren. 

Van Zadels Forderung deckt sich mit Wünschen etwa des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und war auch in der Vergangenheit immer mal wieder Diskussionsthema. Innerhalb des GVH gibt es aber Widerstände. Einige Unternehmen fürchten, dass es in den Stoßzeiten zu Komplikationen kommt, wenn Fahrräder freigegeben werden und in vollbesetzte Busse und Bahnen geschoben werden sollen. „Ich finde, dass das eine Frage des Miteinanders der Fahrgäste ist“, sagt van Zadel. Außerdem entscheide, wie auch jetzt schon, im Zweifelsfall der Fahrer. Wenn es zu voll sei, bestehe kein Anspruch auf die Fahrradmitnahme.

Über die Kostenfrage müsse ebenfalls geredet werden, sagt die Fachbereichsleiterin. Wichtiger sei ihr aber zunächst, dass es das einheitliche und damit auch leichtverständliche Regelwerk gebe.

Von Bernd Haase

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