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Nazis stören Anti-Atom-Demo am Kröpcke in Hannover

Montag Nazis stören Anti-Atom-Demo am Kröpcke in Hannover

Neonazis haben am Montagnachmittag in der Fußgängerzone eine Anti-Atom-Demonstration in Hannover gestört. Seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima Mitte März versammeln sich Atomkraftgegner jeden Montag zu einer Mahnwache in der Innenstadt.

Neonazis haben am Montagnachmittag in der Fußgängerzone eine Anti-Atom-Demonstration gestört. Seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima Mitte März versammeln sich Atomkraftgegner jeden Montag zu einer Mahnwache in der Innenstadt. So auch in dieser Woche. Etwa 50 Teilnehmer zogen nach Angaben der Polizei ab 18 Uhr über den Kröpcke. Plötzlich tauchte eine Gruppe von zehn bis 15 Personen, die dem rechten politischen Spektrum zugerechnet werden müssen, an der Demonstrationsstrecke auf. Sie brüllten rechte Parolen, hielten ein Transparent mit der Aufschrift „Merkel und Co. abwracken“ in die Höhe und verteilten Handzettel. Einer der Atomkraftgegener verständigte die Polizei. Als die Beamten vor Ort waren, rannten die Neonazis davon. Sieben der zumeist jungen Männer konnten jedoch festgenommen werden. Gegen sie wird jetzt wegen Störung einer Versammlung ermittelt.

Doch auch diejenigen, denen die Flucht gelang, müssen mit Konsequenzen rechnen. Denn die Polizei stellte eine Kamera sicher, mit der sich die Neonazis während der Störaktion ausgiebig gefilmt und fotografiert hatten. Diese Bilder werden jetzt ausgewertet. Anschließend werden die dort Abgebildeten aller Voraussicht nach Post von der Polizei erhalten. Auch die Flugblätter, die von den Neonazis verteilt wurden, werden derzeit noch untersucht. Die Ermittler wollen nun klären, ob der Inhalt der Flyer strafrechtlich relevant ist.

Tobias Morchner

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