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Nazis treffen sich am Sonnabend in Hannover

Polizei befürchtet Randale Nazis treffen sich am Sonnabend in Hannover

Die Bundespolizei rechnet am Sonnabend mit zahlreichen Neonazis im Hauptbahnhof. Die Rechtsextremisten reisen aus der ganzen Bundesrepublik an und steigen in Hannover in die S-Bahnen nach Bad Nenndorf um. Dort werden etwa 1000 Neonazis zu einem sogenannten „Trauermarsch“ erwartet.

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Neonazis bei einer Demo in Bremen am 30. April.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Hannover. Die Teilnehmer aus der rechten Szene planen, gemeinsam zum Wincklerbad zu ziehen. In dem Gebäudekomplex befand sich von 1945 bis 1947 ein britisches Militärgefängnis, in dem deutsche Gefangene auch gefoltert wurden. Seit sechs Jahren versuchen Rechtsextremisten das Wincklerbad als einen Wallfahrtsort für Neonazis zu etablieren. Der Aufmarsch in Bad Nenndorf ist für Hunderte Neonazis aus ganz Deutschland inzwischen zu einer Art Pflichtveranstaltung geworden.

„Wir haben auch in Hannover einen Führungsstab eingerichtet, um im Fall der Fälle reagieren zu können“, sagte gestern Detlef Lenger von der Bundespolizei. Im Hauptbahnhof würden sowohl uniformierte als auch zivile Kräfte eingesetzt werden, um die Lage im Blick zu behalten. „Schlecht wäre, wenn Angehörige der linken Szene direkt auf Mitglieder der rechten Szene träfen“, sagte Lenger. Dann sei mit erheblichen Auseinandersetzungen zu rechnen.

Im Vorfeld einer geplanten Nazi-Kundgebung in Braunschweig war es Anfang Juni in Kleefeld zu einer nächtlichen Aktion gekommen. Etwa 20 Rechtsextremisten zogen mit weißen Masken vor den Gesichtern und Fackeln in den Händen durch den Stadtteil und skandierten einschlägige Parolen.

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