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Nebenkosten in Hannover sinken deutlich

Geringere Energiekosten Nebenkosten in Hannover sinken deutlich

Nach langer Zeit gibt es wieder gute Nachrichten für Mieter und Hausbesitzer in Hannover: Die Nebenkosten sinken aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich - um bis zu 20 Prozent. Grund sind die gesunkenen Energiekosten. Experten warnen allerdings: Steigende Kosten in anderen Bereichen könnten die Ersparnisse zum Teil wieder auffressen.

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Bares Geld: Die Nebenkosten werden voraussichtlich deutlich sinken.

Quelle: dpa

Hannover. In vielen Hausgemeinschaften werden derzeit die Nebenkostenabrechnungen erstellt – und nach langer Zeit dürfte es mal wieder gute Nachrichten geben. „Die Nebenkosten können wegen gesunkener Energiekosten um bis zu 20 Prozent unter denen des Vorjahres liegen“, sagt Randolph Fries vom Deutschen Mieterbund Hannover. Er warnt zugleich aber: „Man sollte keine Goldgräberstimmung aufkommen lassen – in einigen Haushalten fressen andere Kosten die Ersparnis zum Teil wieder auf.“

Das Thema betrifft nicht nur Mieter, sondern auch Eigentümer. Die Heizölpreise waren im vergangenen Jahr am Boden, hinzu kam ein relativ milder Winter – je nach Abrechnungszeitraum schlägt sich das bereits positiv in dieser oder der nächsten Nebenkostenperiode nieder. Bundesweit sprechen die Mietervereine von 15 bis 20 Prozent möglicher Nebenkostenersparnis, denn die Heizkosten machen rund die Hälfte der Nebenkosten aus.

Die Stadtwerke bestätigen im Grundsatz den Trend. Zwar sei der Fernwärmeabsatz im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das aber liege daran, dass sich zusätzliche Kunden ans Fernwärmenetz haben anschließen lassen. Die Preise für Fernwärme waren Anfang 2015 um durchschnittlich 1,22 Prozent gesunken und seien vor wenigen Wochen erneut um 2,84 Prozent gesenkt worden, sagt Stadtwerke-Sprecherin Bianca Bartels. Den Gaspreis hatte das Unternehmen zuletzt um 4,7 Prozent gesenkt und zum Jahreswechsel erneut um 3,1 Prozent. Die Heizölpreise lagen nach Branchenangaben 2015 um durchschnittlich 8,5 Prozent unter dem Vorjahr.

Allerdings weist der Mieterbund auch auf steigende Kosten hin. „Zum Teil werden Einsparungen bei den Heizkosten durch Mehrkosten beim Strom nahezu wieder aufgefressen“, sagt Geschäftsführer Fries. Schuld seien unter anderem die „permanenten Preissteigerungen“ der Netzentgelte beim Strombezug. In der gesamten Region sind außerdem die Müllgebühren in den vergangenen Jahren teils erheblich angehoben worden. Darüber hinaus dürfte sich die neue Pflicht zur Installation von Rauchmeldern bald in den Abrechnungen bemerkbar machen – die Kosten für Wartung und Miete der Geräte dürfen auf Bewohner umgelegt werden.

Fries empfiehlt, die Nebenkostenabrechnungen stets sorgfältig zu prüfen: „Jede zweite Abrechnung, die bei uns zur Kontrolle eingereicht wird, ist fehlerhaft.“ Häufige Fehler seien etwa diese:

  • Hausverwaltung: Die Kosten der Verwaltung dürfen nicht auf Mieter umgelegt werden. Zuweilen würden versteckte Verwaltungskosten in der Position Hausmeister untergejubelt – „Das ist kreativ, nicht erlaubt“, sagt Fries.
  • Kontoführung: Auch die Kosten für das Führen des Mietgirokontos brauchen nicht vom Mieter bezahlt zu werden.
  • Aufzugsreparatur: Gibt es einen Aufzug im Haus, so dürfen zwar die Kosten für Betrieb und Wartung auf Mieter umgelegt werden, nicht aber die für Reparaturen.
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