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Aus der Stadt Neonazi soll Obdachlose angegriffen haben
Hannover Aus der Stadt Neonazi soll Obdachlose angegriffen haben
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00:16 25.08.2016
Von Tobias Morchner
Bereits 2015 war Patrick I. verurteilt worden, weil er einen Afrikaner attackiert hatte. Quelle: Katrin Kutter (Archiv)
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Hannover

Die Staatsanwaltschaft beantragte erneut Haftbefehl - wegen Wiederholungsgefahr. Doch ins Gefängnis muss Patrick I. weiterhin nicht. Das Amtsgericht lehnte den Antrag der Staatsanwaltschaft ab. Die Voraussetzungen für einen Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr seien nicht gegeben, sagte ein Sprecher des Gerichts. Die Staatsanwaltschaft hat Beschwerde gegen das Votum des Amtsgerichts eingelegt. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Die obdachlose Frau hatte sich an jenem 2. August vor der Klinik aufgehalten und wüste Beschimpfungen vor sich hin gebrüllt. Patrick I. ging offenbar davon aus, dass die Frau seine Freundin, die bei ihm war, beleidigte und ging auf die Obdachlose los. Er schlug sie und trat ihr mit dem Fuß ins Gesicht. Eine Zeugin beobachtete den Angriff und alarmierte die Polizei.

Die Staatsanwaltschaft beantragte umgehend den Haftbefehl. „Die Tat ist ein Abbild dessen, was im vergangenen Jahr geschehen ist“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Doch das Amtsgericht sah das anders. Für einen Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr müsse bei einer Verurteilung eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr herauskommen.

Diese Prognose treffe aber auf den vorliegenden Fall nicht zu. Die Verletzungen der Obdachlosen seien geringer Art, so ein Gerichtssprecher. Patrick I. galt bereits vor dem jüngsten Vorfall als Wiederholungstäter. 2005 wurde er wegen Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt.

Die ZDF-Fahndungssendung „Aktenzeichen XY“ will in ihrer kommenden Folge die Molotowcocktail-Würfe vom Dach der Ernst-August-Galerie aufgreifen. Die Anregung, diesen Fall in der Fahndungssendung zu besprechen, kam vor drei Monaten von Polizei und Staatsanwaltschaft selbst.

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