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Neonazi soll Obdachlose angegriffen haben

Haftbefehl beantragt Neonazi soll Obdachlose angegriffen haben

Weil er einen Afrikaner beschimpft, geschlagen und getreten hatte, wurde der Neonazi Patrick I. im November 2015 zu neun Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Jetzt läuft gegen I. ein neues Ermittlungsverfahren. Am 2. August soll er vor dem Friederikenstift eine obdachlose Frau verprügelt haben.

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Bereits 2015 war Patrick I. verurteilt worden, weil er einen Afrikaner attackiert hatte.

Quelle: Katrin Kutter (Archiv)

Hannover. Die Staatsanwaltschaft beantragte erneut Haftbefehl - wegen Wiederholungsgefahr. Doch ins Gefängnis muss Patrick I. weiterhin nicht. Das Amtsgericht lehnte den Antrag der Staatsanwaltschaft ab. Die Voraussetzungen für einen Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr seien nicht gegeben, sagte ein Sprecher des Gerichts. Die Staatsanwaltschaft hat Beschwerde gegen das Votum des Amtsgerichts eingelegt. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Die obdachlose Frau hatte sich an jenem 2. August vor der Klinik aufgehalten und wüste Beschimpfungen vor sich hin gebrüllt. Patrick I. ging offenbar davon aus, dass die Frau seine Freundin, die bei ihm war, beleidigte und ging auf die Obdachlose los. Er schlug sie und trat ihr mit dem Fuß ins Gesicht. Eine Zeugin beobachtete den Angriff und alarmierte die Polizei.

Die Staatsanwaltschaft beantragte umgehend den Haftbefehl. „Die Tat ist ein Abbild dessen, was im vergangenen Jahr geschehen ist“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Doch das Amtsgericht sah das anders. Für einen Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr müsse bei einer Verurteilung eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr herauskommen.

Diese Prognose treffe aber auf den vorliegenden Fall nicht zu. Die Verletzungen der Obdachlosen seien geringer Art, so ein Gerichtssprecher. Patrick I. galt bereits vor dem jüngsten Vorfall als Wiederholungstäter. 2005 wurde er wegen Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt.

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