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Aus der Stadt Neonazi aus Hannover zu fünf Monaten Haft verurteilt
Hannover Aus der Stadt Neonazi aus Hannover zu fünf Monaten Haft verurteilt
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00:17 17.03.2017
Von Michael Zgoll
Patrick I. saß schon häufig vor Gericht. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Zur beträchtlichen Vorstrafenliste von Neonazi Patrick I. ist am Dienstag eine neue Verurteilung hinzugekommen. Amtsrichter Burkhard Littger sprach den 35-Jährigen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und der Körperverletzung gegenüber einer Obdachlosen schuldig. I. wurde zu fünf Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt; das Strafmaß entsprach dem Plädoyer der Anklägerin.

Einig waren sich Staatsanwältin Petra Hobbie und Richter Littger aber auch in einem anderen Punkt: Schlag und Fußtritte gegen das 41-jährige Opfer waren nicht in der rechtsextremen Gesinnung des Angeklagten begründet, sondern beruhten auf einem alkoholbedingten Ausrasten, weil sich I. – irrtümlicherweise – provoziert fühlte. Zudem wurde der mit einem leichten Schuh ausgeführte Tritt nicht mit großer Wucht ausgeführt und verursachte bei der damals wohnungslosen Frau nur eine Rötung am Arm und leichte Kopfschmerzen.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht des 2. August 2016 nahe dem Friederikenstift. Die angetrunkene Obdachlose hatte zuvor in der Klinik herumgepöbelt und eine Flasche zerschmissen. Dann legte sie sich in der Calenberger Straße auf den Gehweg und bedachte sich selbst mit „Beleidigungswörtern“, wie sie sagte. Dummerweise kam Patrick I., er hatte 1,53 Promille Alkohol im Blut, des Weges, und bezog die Schimpfworte auf die Freundin an seiner Seite. Zwei Krankenschwestern beobachteten, wie I. das Opfer schlug und trat.

Auch wenn Littger diese Tat als „klassische Auseinandersetzung zwischen alkoholisierten Personen“ bezeichnete, bescheinigte er dem Schläger eine unverändert rechtsextreme Einstellung. Verurteilt wurde I. nämlich auch, weil er auf Twitter eine Zeichnung veröffentlicht hatte, die mit Hakenkreuz und Symbolen von faschistischen Organisationen aus Italien und Spanien für die rechtsextreme Sache warb.

Täglich beobachtet Kathrin Nippold, wie es vorangeht. Die Leiterin der Förderschule auf der Bult und die Jugendlichen, die sie unterrichtet, können aus direkter Nähe zuschauen, wie der Neubau der Schule in die Höhe wächst. Zwölf Meter sind es, verteilt auf drei Etagen - und das wurde am Dienstag beim Richtfest gefeiert.

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