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Neonazis bedrohen Mann im Hungerstreik

Attacke auf Libanesen Neonazis bedrohen Mann im Hungerstreik

Neonazis haben versucht, den in einen Hungerstreik getretenen Asylbewerber Hussein Charara und dessen Helfer zu attackieren. Unter den Angreifern waren auch ehemalige Mitglieder der inzwischen verbotenen Organisation „Besseres Hannover“.

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Hussein Charara am Schillerdenkmal.

Quelle: Droese

Hannover. Die Beamten nahmen die Personalien von mehreren Verdächtigen auf und leitete Ermittlungen ein. Was sich genau gegen 2.20 Uhr am Schillerdenkmal in der Innenstadt, wo sich der streikende Asylbewerber und seine Unterstützer aufhalten, abgespielt hat, will die Behörde unter Hinweis auf die noch laufenden Ermittlungen nicht sagen. Bei dem Hungerstreik handele es sich um eine Versammlung, und die sei gestört worden, sagt Polizeisprecher Thorsten Schiewe.

Augenzeugen berichten, dass sich in der Nacht sieben Personen, die meisten von ihnen junge Männer, den Demonstranten am Denkmal genähert hatten. Die Angreifer sollen schwarz gekleidet gewesen sein und Kapuzen oder Mützen getragen haben. Einige, so berichten die Zeugen, hätten Handschuhe angehabt, zum Teil solche, die mit Quarzsand gefüllt sind, um heftiger zuschlagen zu können. „Einer von ihnen hat sich dann auch noch wie ein Boxer vor dem Kampf einen Mundschutz eingesetzt, so dass für uns ganz klar war, dass sie auf Gewalt aus waren“, sagt der Zeuge.

Nach HAZ-Informationen soll es sich bei dem Mann mit dem Mundschutz um Patrick K. gehandelt haben, einen der vier mutmaßlichen Anführer der Gruppierung „Besseres Hannover“, die wegen rechtsextremer Aktivitäten vom Innenministerium verboten wurde.

Zu einer Auseinandersetzung am Schillerdenkmal kam es nicht: Ein Begleiter des in den Hungerstreik getretenen Libanesen hatte per Handy die Polizei verständigt, die dann einschritt. Hussein Charara, der seit Dienstagmittag aus Protest gegen die aus seiner Sicht respektlose Behandlung von Asylbewerbern keine Nahrung mehr zu sich nimmt, will seinen Streik trotz des Vorfalls fortsetzten: „Egal was auch kommt, ich lasse mich nicht provozieren, ich bin ein friedlicher Mensch.“

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