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Neonazis marschieren mit Fackeln durch Hannover-Kleefeld

14 Personen festgenommen Neonazis marschieren mit Fackeln durch Hannover-Kleefeld

Neonazis haben in der Nacht zu Sonnabend einen Aufmarsch in Hannover-Kleefeld veranstaltet. Gegen 23.30 Uhr zogen mehr als ein Dutzend maskierte Personen durch die Kleestraße und weiter durch die Kapellenstraße in Richtung Schlegelplatz.

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Quelle: Tim Schaarschmidt (Symbolbild)

Rechtsextremisten sind in der Nacht zu Sonnabend in Kleefeld aufmarschiert. Mit weißen Masken vor dem Gesicht und Fackeln in der Hand zogen sie gegen 23.30 Uhr durch die Kapellenstraße in Richtung Schlegelplatz. „Wir kriegen Euch alle“, sollen sie gerufen haben. „Aufwachen! Die Neue Nation erkämpfen“, stand auf dem Transparent, das sie durch den Stadtteil trugen. „Es war ein ekelhafter Anblick“, sagte eine Anwohnerin. Etwa 20 ganz in schwarz gekleidete Personen sollen an der Aktion beteiligt gewesen sein. In der Kapellenstraße warfen sie mit Silvesterböllern um sich. „Ich habe die weißen Masken gesehen und an den Ku-Klux-Klan gedacht“, sagte ein Hausbesitzer. Der Mann hat ausländische Wurzeln, der Anblick der Neonazis vor seinem Fenster versetzte ihn in Angst und Schrecken.

Mehrere Anwohner riefen die Polizei; als die Beamten eintrafen, hatte die Gruppe sich bereits aufgelöst. „Wir haben in der Kapellenstraße fünf Personen im Alter von 15 bis 19 Jahren überprüft und weiße Plastikmasken sichergestellt“, sagte Polizeisprecherin Martina Stern. An der Hans-Böckler-Allee kontrollierten die Beamten drei und an der Kleestraße weitere sechs Personen, die an dem Aufmarsch beteiligt gewesen sein sollen. Die 14 Verdächtigen müssen nun mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz rechnen. Nur einer der Beteiligten stammt aus Hannover. Er wohnt in Kleefeld und wollte am Sonnabend mit seinen Bekannten vermutlich eine Nazi-Kundgebung in Braunschweig besuchen. Der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld verabschiedete jüngst eine Resolution gegen Rechts, nachdem im Stadtteil Aufkleber mit rechten Parolen aufgetaucht waren. Bezirksratsmitglied Sebastian Wolters (FDP) wohnt in der Nähe des Schlegelplatzes. „So etwas hat es hier noch nicht gegeben“, sagte er. Die Rechtsextremisten hätten die Anwohner durch ihre Aktion verschreckt. „So werden sie sie nicht gewinnen.“

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