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Aus der Stadt Neue Bahnbrücke hat offenbar feine Risse
Hannover Aus der Stadt Neue Bahnbrücke hat offenbar feine Risse
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00:15 18.09.2013
Von Conrad von Meding
Mit Havarieschaden? Die neue Bahnbrücke über die Beeke in Ricklingen. Quelle: von Ditfurth
Hannover

Die Schäden nach dem Brückensturz von Ricklingen sind offenbar doch größer als vermutet. Im Dezember hatte es beim Einschwenken eines 3000 Tonnen schweren Brückenteils eine schwere Havarie gegeben – die Erschütterung war im ganzen Stadtteil zu spüren. Bei der Bahn hatte es anschließend geheißen, die Konstruktion habe „keinen Schaden genommen“. Das aber ist offenkundig falsch. Bei tagelangen Belastungsfahrten sind jetzt nach Informationen der HAZ mikroskopisch kleine Risse festgestellt worden. Fachleute rechnen mit millionenschweren Prozessen, weil die Lebensdauer der Brückenkonstruktion deutlich verkürzt sein soll.

Eine Sprecherin der Bahn betont vor allem, dass es „keinen Grund zu Besorgnis“ gebe. Die Brücke sei sicher und befahrbar und werde daher längst auch im Alltagsverkehr genutzt. „Es gibt keinen Zweifel an der Sicherheit.“ Allerdings wurden jetzt mehrfach Spezialtests an der Konstruktion vorgenommen. Zuletzt haben Ingenieure die Brücke an diesem Wochenende eingehend untersucht. Dabei wurde das Bauwerk auf feinste Risse überprüft, während auf den Gleisen schwere Spezialzüge Belastungen simulierten.

Die Bahn-Sprecherin wollte das Ergebnis der Prüfungen nicht vorwegnehmen. „Es ist nicht die erste Brücke, die die Deutsche Bahn baut, und es wird nicht die letzte sein“, sagte sie nur. Dass es Havarien gebe beim Einschwenken von Brückenteilen sei aber tatsächlich extrem selten. Sie bestätigte, dass dadurch die Lebensdauer des Bauwerks beeinträchtigt sein könne. „Normalerweise sind Brücken auf eine Zyklus von 100 Jahren ausgelegt.“ Ob dies auch bei der Beeke-Brücke noch zutreffe, müsse sich jetzt herausstellen.

Die Baustelle in der Ricklinger Masch war monatelang ein Superlativ. Dort wurde die gut 100 Jahre alte Brückenkonstruktion ersetzt, auf der Güterumgehungs- und S-Bahn-Trassen mit insgesamt vier Gleisen über die Ihme führen, die hier traditionell Beeke heißt. Bei der Erneuerung waren mehrere jeweils 120 Meter lange Brückenteile in einem hydraulischen Verfahren eingeschwenkt worden. Während des sogenannten Brückenschubs hatte sich die schwere Havarie ereignet. Ein Bauarbeiter wurde verletzt, die Konstruktion hatte danach einen sichtbaren Knick. Das ausführende Unternehmen ist ein Betrieb aus dem niedersächsischen Osnabrück. Von dort war keine Stellungnahme zu den Folgen des Schadens zu erhalten.

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