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Neue Chance für Holland-Pavillon in Hannover

Umbau geplant Neue Chance für Holland-Pavillon in Hannover

In die Jahre gekommen: Der 42 Meter hohe Niederländische Pavillon ist zehn Jahre nach der Expo arg lädiert. Nun gibt es einen neuen Anlauf, das markante Gebäude in Hannover mit den „gestapelten Landschaften“ wiederzubeleben.

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Der Niederländische Pavillon auf dem Expo-Gelände soll umgebaut werden.

Quelle: Michael Thomas

Über einen Abriss wurde bereits mehrfach diskutiert – gut zehn Jahre nach Ende der Expo gibt es nun einen neuen Versuch, den Niederländischen Pavillon wiederzubeleben. Der Sohn des bisherigen Eigentümers hat vor, das 42 Meter hohe Expo-Wahrzeichen, das heute arg lädiert ist, zu sanieren und für eine neue Nutzung als Veranstaltungszentrum vorzubereiten. Ziel sei es, das derzeit nach allen Seiten offene Gebäude mit einer Glasfassade zu schließen, dabei aber den Charakter der „gestapelten Landschaften“ weitgehend zu erhalten, erklärte der hannoversche Geschäftsmann Heinrich Körper, der das Gebäude an seinen Sohn Olaf Körper verkauft hat.

Um seine Pavillon-Pläne umzusetzen, hat der Sohn in München die Firma „Magic Tower GmbH“ gegründet. Der 43-Jährige wollte am Donnerstag gegenüber der HAZ noch keine Stellungnahme zu dem Projekt abgeben. Nach den Worten seines Vaters sind Bauanträge in Vorbereitung, die bei der Stadt eingereicht werden sollen. Seit mehreren Tagen lagern vor und in dem Pavillon auf dem Expo-Gelände Paletten mit Baumaterial. Dabei handelt es sich um großflächige, von roten Metallrahmen eingefasste Glaselemente. Ob diese dafür genutzt werden sollen, die fünf Etagen des Turmes zu schließen, konnte Heinrich Körper am Donnerstag nicht bestätigen. Die Bausubstanz aus Stahlbeton sei jedenfalls sehr solide: „Die hält noch 100 Jahre.“

Er sei sehr froh, dass sein Sohn nun in die Nachnutzung des Pavillons eingestiegen sei, sagte der 73-jährige gebürtige Hannoveraner, der über Jahre im Windkraftanlagenbau tätig war, sich als Unternehmer aber nun zurückziehen will. Mit seiner in Ricklingen ansässigen Firma „REnergy Forum“ hatte Körper seit 2002 versucht, verschiedenste Projekte in dem Pavillon zu verwirklichen oder potenzielle Investoren ins Boot zu holen. Es gab immer wieder Interessenten mit neuen Idee, die jedoch alle scheiterten. Dazu zählten ein regeneratives Energiezentrum, ein gläserner Büroturm, ein „Pellet-Tower“ für Holzheizungen, ein „Science-Center“ und sogar eine mit Sonnenenergie betriebene Shrimpszucht. „Am Ende war ich so weit, den Pavillon abreißen zu lassen“, sagte Körper. Daraufhin habe sein Sohn sich bereit erklärt, in das Gebäude zu investieren, das seit acht Jahren im Besitz der Familie ist.

Wann dessen Pläne umgesetzt werden, liege daran, welche Auflagen die zuständigen Baubehörden machten, erklärte Körper senior.

Bei der Stadt hieß es am Donnerstag nur, man wisse davon, dass der Pavillon an Olaf Körper verkauft worden sei. Ob dieser bereits eine Bauanfrage gestellt hat, blieb offen.

Juliane Kaune

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