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Aus der Stadt Neue Details zur wilden Schießerei in der City
Hannover Aus der Stadt Neue Details zur wilden Schießerei in der City
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00:17 06.03.2016
Die Polizisten verfolgten den Einbrecher am Montag zu Fuß durch die Innenstadt. Quelle: dpa/Symbolfoto
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Hannover

Im Fall des Einbrechers, der am Abend des 29. Februar in der Innenstadt auf Polizisten geschossen hat, sind jetzt weitere Details über dessen brutales Vorgehen bekannt geworden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatte der verhaftete 32-Jährige früher am Abend gegen 19.20 Uhr mit drei Komplizen in Badenstedt einer 73-Jährigen aufgelauert. Die Frau ist Angestellte des Juweliergeschäfts in der Kröpcke-Passage, das der Mann später ausraubte.

In diesem VW-Transporter entführten die Täter eine 73-Jährige

Die Täter zerrten die Frau in einen VW T4, der bereits am 8. Februar als gestohlen gemeldet worden war. Anschließend fesselten und knebelten sie ihr Opfer. Mit vorgehaltener Schusswaffe zwangen die Männer die Angestellte dazu, ihnen den Schlüssel für das Geschäft zu geben und die Sicherheitscodes zu verraten. Danach fuhren sie mit der 73-Jährigen weg und hielten erst auf dem Parkplatz des Niedersächsischen Finanzministeriums am Schiffgraben an.

Polizisten verfolgen Täter zu Fuß

Von dort aus machte sich mindestens einer der Täter, nämlich der 32-Jährige, gegen 20.30 Uhr auf den Weg zu dem Juwelierladen. Dort brach er ein und erbeutete nach Erkenntnissen der Ermittler auch die Schreckschusswaffe. Die Polizei traf wenig später am Tatort ein, weil sie von Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma gerufen worden war. Zuvor hatte die Alarmanlage ausgelöst.

Die Beamten verfolgten den Mann zu Fuß über die Luisenstraße in Richtung Thielenplatz. Während dieser Flucht schoss der Täter mehrmals auf die Polizisten. Ein Polizist feuerte einen Warnschuss in die Luft ab. An der Königsstraße versuchte der Einbrecher, die Fahrertür eines BMW, der an einer Ampel wartete, zu öffnen. Der Fahrer hatte allerdings die Zentralverriegelung aktiviert, sodass dieser Versuch scheiterte. Die Polizisten nahmen den 32-Jährigen noch an dem Fahrzeug fest.

Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Da der Täter zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnte, dass es sich nicht um eine scharfe Waffe, sondern um eine Schreckschusspistole handelte, ermitteln die Beamten jetzt unter anderem wegen versuchten Mordes.

Währenddessen konnte sich die immer noch im VW-Transporter eingesperrte Angestellte des Geschäfts selbst befreien und die Polizei informieren. Die anderen Entführer hatten in der Zwischenzeit die Flucht ergriffen. Die Fahnder beschlagnahmten das Fahrzeug und die Kennzeichen mit der Beschriftung H-AX 340. Diese wurden zwischen dem 12. und 15. Februar in der Nordstadt Hannovers gestohlen.

Zeugen gesucht

Die Polizei sucht nun dringend Zeugen und fragt: Wer kann Hinweise zu den Tätern geben, die mit osteuropäischem Akzent sprechen? Wer hat am Abend des 29. Februar etwas Auffälliges auf dem Parkplatz am Schiffgraben oder am Juweliergeschäft in der Kröpcke-Passage beobachtet? Und: Wer hat den VW-Transporter seit dem Diebstahl am 8. Februar gesehen? Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter Telefon (05 11) 1 09 55 55 entgegen.     

Von Gerko Naumann

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