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Aus der Stadt Neue Feuerwache kommt nach Kirchrode
Hannover Aus der Stadt Neue Feuerwache kommt nach Kirchrode
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00:18 01.07.2015
Von Andreas Schinkel
„Das ist eine vertretbare Lösung“: Der Bezirksverband der Kleingärtner kann damit leben, dass eine Handvoll Parzellen zwischen der Lange-Feld-Straße und Bemeroder Straße weichen müssen. Quelle: Alexander Körner
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Hannover

Die marode Wache an der Jordanstraße, Baujahr 1937, wird aufgegeben. Seit Langem hatte die Feuerwehr auf den schlechten Zustand des alten Baus in der Südstadt hingewiesen.

Die neue Wache soll auf einem städtischen Grundstück an der Lange-Feld-Straße, zwischen Kleingärten und Bahndamm, errichtet werden. Nach Berechnungen der Feuerwehr belaufen sich die Kosten für den Neubau auf 25 Millionen Euro. Voraussichtlich Ende 2019 soll die neue Wache in Kirchrode einsatzbereit sein.

Die Berufsfeuerwehrleute übernehmen künftig die Aufgaben der Messe-Werksfeuerwehr. Dafür müssen sie näher ans Messegelände heranrücken und dürfen sich zugleich nicht zu weit von der Südstadt entfernen. Der Standort an der Lange-Feld-Straße gewährleistet, dass die Feuerwehrleute innerhalb von sieben Minuten auf dem Messegelände sein können. Für die Dienste der Berufsfeuerwehr zahlt die Messe AG einen jährlichen Beitrag. Mit dem Zuschuss kann die Feuerwehr die Miete für ihre neue Wache weitgehend decken. Das Gebäude selbst soll ein privater Investor auf dem städtischen Grundstück errichten.

Es ist nicht die erste Kooperation zwischen der Feuerwehr und einem Unternehmen. Auch für Continental in Vahrenwald haben die Profis die Aufgaben der Werksfeuerwehr übernommen, im Gegenzug bezahlte Conti die Baukosten von rund 10 Millionen Euro für die neue Wache am Weidendamm.

Die Verhandlungen um den neuen Standort für die Feuerwache 3 in Kirchrode waren nicht leicht, denn für den Bau der neuen Station müssen voraussichtlich drei bis vier Kleingärten weichen. Das liegt daran, dass sich die Feuerwehr eine weitere Zufahrt wünscht, ausgehend von der Bemeroder Straße am Bahndamm entlang und quer durch die Laubenkolonie „Rosenhöhe“. „Das ist eine vertretbare Lösung“, heißt es aus den Reihen des Bezirksverbands der Kleingärtner, die mit am Verhandlungstisch saßen. Schließlich seien die Parzellen am Bahndamm ohnehin verschattet und in keinem guten Zustand. „Schlimmer wäre die erste Lösung gewesen, die uns die Feuerwehr angeboten hat“, findet man bei den Kleingärtnern.

Ursprünglich hatte die Feuerwehr mit einer Fläche geliebäugelt, die weiter nördlich an der Lange-Feld-Straße liegt und fast zur Gänze aus Kleingärten besteht. „Dann wären etwa 30 Parzellen entfallen“, sagt ein Vertreter der Kleingärtner. Zwar hätte die Stadt den Laubenpiepern eine Ersatzfläche anbieten müssen, aber ein Umzug wäre bei den Kirchröder Kleingärtnern nicht durchsetzbar gewesen.

Zu viele Zugeständnisse haben sie schon machen müssen. So wurde vor vier Jahren eine ganze Kolonie dem Erdboden gleichgemacht, als die Fleischerinnung ein 45.000 Quadratmeter großes Grundstück an der Zuschlagstraße, gleich gegenüber der künftigen Feuerwache, an das Immobilienunternehmen Voigts und Waag verkaufte. Jetzt erstreckt sich dort eine große Wiese.

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