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Neue Öffnungszeiten stoßen auf Unverständnis

Städtische Bäder Neue Öffnungszeiten stoßen auf Unverständnis

Die städtischen Hallenbäder reduzieren ihre Öffnungszeiten – das Stadionbad etwa ist künftig sonnabends gar nicht mehr für die Öffentlichkeit nutzbar. Einsparungen erwartet die Stadt daraus aber nicht, im Gegenteil: Für dieses Jahr rechnet die Stadt mit einem deutlich größeren Defizit im Sport- und Bäderbereich.

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Ab sofort sonnabends für die Öffentlichkeit geschlossen: das Stadionbad.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. 16,6 Millionen Euro soll das Defizit des Bäderbereichs im kommenden Jahr betragen – 500.000 Euro mehr als bisher angenommen. Dies liege vor allem an Mehrausgaben beim Personal durch die Neugliederung des Sport- und Bäderbereiches, sagt Stadtsprecherin Konstanze Kalmus, „zum Beispiel durch Stellenentfristungen“. Die Gesamtzahl des Personals im Sport- und Bäderbereich der Stadt sei mit 200 Personen aber unverändert geblieben.

Grund für die Änderungen bei den Öffnungszeiten ist, dass sich die Bäder deutlich stärker profilieren sollen – das zentrale Stadionbad etwa als Sport- und Veranstaltungsbad, sodass sonnabends Vereine und Sport Vorrang haben. Dienstags und donnerstags wird das beliebteste Bad der Stadt nun bereits um 16 Uhr schließen. Um 15,5 Stunden pro Woche kürzt die Stadt so die Öffnungszeiten. Auch für die vier anderen Schwimmhallen gelten andere Öffnungszeiten.

Besucherzahlen fallen kaum ins Gewicht

Was die Einzelkunden an Badezeit verlieren, gewinnen die Sportvereine und Schulen dazu – ohne, dass Kosten gespart werden. „Derzeit gehen wir nicht von relevanten finanziellen Veränderungen aus“, sagt Rathaussprecherin Konstanze Kalmus. Die Besucherzahlen fallen im Haushalt der städtischen Bäderverwaltung ohnehin kaum ins Gewicht. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 sind die Einnahmen der Schwimmbäder und Saunen zwar um gut zehn Prozent gestiegen (von rund 900.000 Euro auf eine Million Euro), dennoch wird am Ende dies Jahres wegen der Personalkosten wohl ein viel dickeres Minus als 2014 stehen.

Turmspringer verärgert über neue Öffnungszeiten

Die kürzeren Öffnungszeiten im Stadionbad verärgern nicht nur die Besucher, die wegen der einzigen überdachten 50-Meter-Bahn der Stadt regelmäßig dorthin kommen. „Für uns Turmspringer gibt es eigentlich nur das Lister Freibad und das Stadionbad“, sagt etwa der 14-jährige Francesco List aus der Nordstadt. Zur Sonnabendsschließung hat er eine klare Meinung: „Das ist blöd.“

Auch viele Eltern trauern dem verlorenen Schwimmsonnabend im Stadionbad hinterher, an dem bislang von 9 bis 17 Uhr geöffnet war. „Gerade am Morgen war es etwas ruhiger, und die ganz kleinen Kinder konnten besser schwimmen“, sagt ein Familienvater aus Langenhagen.     

Von Christian Link

Neue Öffnungszeiten und weitere Änderungen

Ab 1. September gelten die neuen Öffnungszeiten der städtischen Bäder in Hannover.

Die Öffnungszeiten Ihres Stadtteil-Bades können Sie hier einsehen:

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Am Sonnabend in Zukunft für Sportveranstaltungen reserviert: Das Stadionbad.

Ab dem 1. September gelten in den städtischen Hallenbädern neue Öffnungszeiten. Alle fünf Schwimmhallen sind davon betroffen und müssen mehr oder weniger starke Einschnitte hinnehmen. Gleichzeitig endet auch die Freibadsaison.

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