Das denkmalgeschützte Gehäuse hat innerhalb von zwei Jahren ein komplett neues Innenleben mit rund 3800 Metall- und 400 Holzpfeifen bekommen. Schon seit Monaten ist die Schweizer Firma Goll damit beschäftigt, die genaue akustische Ausrichtung jeder Pfeife vorzunehmen.
Anschließend muss die Orgel noch einige Tage lang eingestimmt werden, bevor sie am Pfingstsonntag offiziell ihre ersten Töne von sich geben darf. Dann ist das vor zehn Jahren geplante Ensemble von drei Orgeln in Hannovers größter Kirche endlich komplett.
Rund 1,6 Millionen Euro kostet die Goll-Orgel, deren Bau bislang mehr als 20.000 Stunden in Anspruch nahm. Einen Gutteil des Geldes bringt die Marktkirchengemeinde durch Grundstücksverkäufe auf, zudem werden hohe Beträge von der Landeskirche, der Klosterkammer und der VGH-Stiftung getragen. „Als wir mit unseren Planungen angefangen haben, hätten wir nie gedacht, dass wir je eine derartig gewaltige Summe zusammenbekommen“, sagt Organist Ulfert Smidt und ergänzt: „Und das Großartigste sind unsere Orgelpaten, die zusammen immerhin 150.000 Euro gespendet haben.“
Vom 4. bis 7. Juni plant Smidt ein großes Orgelfest mit Konzerten, Vorträgen und Stummfilmvorführungen mit Orgelbegleitung. Außerdem soll erstmals ein Stück gespielt werden, bei dem alle drei Orgeln der Marktkirche gleichzeitig zum Einsatz kommen.
r./dab
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