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Aus der Stadt Neue Paten für den Gartenfriedhof
Hannover Aus der Stadt Neue Paten für den Gartenfriedhof
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10:55 05.12.2011
Feierstunde am Kestner-Grab. Quelle: Steiner
Hannover

Auf dem Friedhof liegen zahlreiche hannoversche Persönlichkeiten begraben. Weil dort aber keine Beerdigungen mehr abgehalten werden, führt die Stadt das Areal nicht als Friedhof, sondern als Grünanlage. Alkoholkonsum ist daher erlaubt – in den vergangenen Jahren ist der Park zunehmend zum Treff von Trinkern geworden. Trotz einer installierten Mobiltoilette wird an Gräber und Bäume uriniert, Hunde streunen unangeleint über die Gräber.

Die zu Jahresbeginn gegründete Initiative hat begonnen, Paten für einzelne Gräber zu suchen, um bürgerschaftliches Engagement zu demonstrieren. Man wolle „die stadtgeschichtliche, kunsthistorische und gartenarchitektonische Bedeutung des denkmalgeschützten Gartenfriedhofs wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken“, sagt Vereinsvorstand Dieter Zinßer, ehemaliger Prior des Klosters Loccum. Die erste Patenschaft hatte im September die Stiftung Ahlers/Kestner pro Arte des Textilfabrikanten Jan Ahlers übernommen, die in den Räumen der alten Kestnergesellschaft in der Warmbüchenstraße eine Galerie betreibt – die Patenschaft bezieht sich folgerichtig auf das Grab der Familie Kestner. Jetzt gibt es vier weitere Patenschaften:

- Salfeld-Grab: Das Kloster Loccum wird Pate der Grabanlage von Johann Christoph Salfeld (1750–1829). Der Prediger der Neustädter und Schlosskirche und Abt zu Loccum hat 1789 auch die heutige Wilhelm-Raabe-Schule gegründet;

- Tramm-Grab: Die Henriettenstiftung wird Pate des Grabes des Architekten Heinrich Tramm (1819–1861), der das Krankenhaus an der Marienstraße/Ecke Sallstraße plante;

-„Menschenfressergrab“: Susanne Deus übernimmt als Privatperson die Patenschaft für das Grab des Hofzimmermeisters Andreas Jakob Lutz (1728–1794; wegen der Worttrennung „Andre-as Jacob“ auf dem Stein heißt es „Menschenfressergrab“);

- Hansing-Grab: Daniel Gardemin übernimmt als Privatperson die Patenschaft für das Erbgrab der Familie Hansing.

Die Feierstunde am Sonnabend, 10. Dezember, ab 14 Uhr ist öffentlich. Hans Mönninghoff ist als ranghöchster Vertreter der Stadt zugegen.

Conrad von Meding

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