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Aus der Stadt Neue Paten für historische Gräber
Hannover Aus der Stadt Neue Paten für historische Gräber
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06:15 26.07.2012
Von Andreas Schinkel
Claus-Henning und Ulrike Priess übernehmen die Patenschaft für die Gräber der Schwestern Friederike und Amalie Hartmann. Quelle: Steiner
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Hannover

Übernommen wurden Patenschaften für das Grab des Landesvorstehers Erich Friedrich Adickes, für zwei Mitglieder der einflussreichen Familie von Hinüber sowie für die Geschwister Amalie und Friederike Hartmann.

Die Paten zahlen eine einmalige Gebühr von 500 Euro an die Stadt. Das Geld fließt in die Pflege des denkmalgeschützten Friedhofs. Nicht immer sind es Nachkommen der Verstorbenen, die eine Patenschaft übernehmen. So ist der Südstädter Claus-Henning Prieß auf die Grabstätten der Geschwister Hartmann eher zufällig aufmerksam geworden. „An den Gräbern ging ich jeden Tag auf meinem Weg zur Arbeit vorbei“, erzählt er. Ihn faszinierten die beiden verwitterten Steinkreuze, die „ein bisschen komisch und schräg“ aussehen, im Winter mit frischem Schnee bedeckt aber von besonderer Schönheit seien.Prieß erfuhr vom Engagement des Vereins und entschloss sich, seine Verbundenheit mit der Grabstelle durch eine Patenschaft zu besiegeln.

Seine Frau Ulrike stellte Nachforschungen an, um zu erfahren, welche Lebensgeschichten sich hinter den eingemeißelten Namen verbergen. „Beide Schwestern haben nicht geheiratet. Die eine starb an Auszehrung, die andere an Wassersucht“, sagt Prieß. Das könne darauf hindeuten, dass sie in ärmlichen Verhältnissen lebten. Er hofft, mehr über die Geschwister aus dem frühen 19. Jahrhundert herauszubekommen.Vereinschef Zinßer schmunzelt. Dieser Eifer, die Vergangenheit kennenzulernen, sei typisch für all diejenigen, die sich durch ihre Patenschaft einem Grab verbunden fühlen.

So sei es auch Oberbürgermeister Stephan Weil ergangen, als er sich mit dem Grabmal seines Amtsvorgängers Philipp Iffland beschäftigte.

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