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Ist die Klinikreform schon am Ende?

Regionsklinikums Ist die Klinikreform schon am Ende?

Die Sozialdemokraten setzen bei der Klinikreform auf neue Pläne: Sie wollen neben dem Klinikum in Großburgwedel eine neues Krankenhaus bauen. Ob es dazu Zuschüsse vom Land gibt, bleibt weiter ungeklärt.

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Was wird, was kommt? Der Altbau des Klinikums in Burgwedel.

Quelle: Behrens (Archiv)

Hannover. In der Chefetage des Regionsklinikums reibt man sich in diesen Tagen verwundert die Augen. Nach der bisherigen Debatte über das Medizinkonzept war der Geschäftsführung klar, dass ihr bevorzugter Vorschlag, ein Krankenhaus im Osten der Region auf der grünen Wiese komplett neu zu bauen, nicht nur Freunde finden würde. Denn dann würden die Kliniken in Lehrte und Großburgwedel geschlossen werden. Aber dass die SPD-Spitzen nur ein paar Stunden nach der Präsentation im Aufsichtsrat einen Neubau auf der grünen Wiese kategorisch ablehnten, hat die Geschäftsführung eiskalt überrascht. Nach außen ließ man sich nichts anmerken. Auf Anfrage verschickte die Pressestelle eine knappe Stellungnahme: „Die Empfehlung der Geschäftsführung an den Aufsichtsrat basiert auf der Einschätzung einer Expertengruppe und der klinischen Führungsebenen des Regionsklinikums.“ Nun folge der Prozess der Meinungsbildung der politischen Entscheidungsgremien, „der von unserer Seite nicht öffentlich kommentiert wird“, heißt es.

SPD will Neubau in Großburgwedel

Wenn es nach dem Willen der SPD geht, die in der Region die Mehrheitsfraktion stellt, wird in Großburgwedel neben dem Krankenhaus ein neues Klinikum gebaut. Und das Lehrter Krankenhaus soll keineswegs zu einer Außenstelle der Großburgwedeler Klinik werden, sondern mit einem eigenen medizinischen Profil aufgewertet werden. Eine Variante, die in den vier Vorschlägen des Klinikums gar nicht vorgesehen war.

Allerdings ist weder im Aufsichtsrat noch bei dem Treffen der SPD über die Finanzierung der Pläne gesprochen worden. In der Chefetage des Regionsklinikums heißt es, dass man für einen Neubau auf der grünen Wiese etwa 200 Millionen Euro bräuchte. Und für den SPD-Vorschlag bräuchte man eine ähnliche Summe. Wenn das Land sich am Neubau beteiligt, dann mit höchstens 50 Prozent, den Rest müsse die Region selbst aufbringen.

Land kann sich Zuschuss vorstellen

Für einen Neubau auf der grünen Wiese kann sich das Land einen Zuschuss zumindest vorstellen. Staatssekretär Jörg Röhmann aus dem niedersächsischen Sozialministerium hatte beim HAZ-Forum im vergangenen November zur Zukunft des Klinikums gesagt, das Land werde zukunftsfähige Lösungen unterstützen. Das seien große Einrichtungen mit entsprechender Qualität. Gestern ließ Röhmann mitteilen, dass ein Neubau und die gleichzeitige Aufwertung von Lehrte derzeit nicht bewertet werden könne. Zunächst müssten konkrete Pläne vorliegen, welche Leistungen erbracht und wie sie aufeinander abgestimmt werden sollen.

Voraussetzung für eine Förderung des Landes sei eine „zukunftsfeste strukturelle Weiterentwicklung der regionalen Krankenhauslandschaft“ mit sinnvollen Behandlungsschwerpunkten. Einen Neubau auf der grünen Wiese setze das nicht zwingend voraus, sagte er.     

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