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Neue Proteste gegen Boehringer

Forschungszentrum Neue Proteste gegen Boehringer

Der Widerstand gegen das Boehringer-Forschungszentrum in Kirchrode setzt sich in kaum verminderter Intensität fort. Rund 1000 Bürger nutzten die zweite Runde im Genehmigungsverfahren, um bei der Stadt Einwände gegen Versuchstierstall und Impfstofflabore vorzubringen.

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Der Protest gegen das geplante Tierlabor reißt nicht ab.

Quelle: Stephan Fuhrer

Der Widerstand gegen das Boehringer-Forschungszentrum in Kirchrode setzt sich in kaum verminderter Intensität fort. Rund 1000 Bürger nutzten die zweite Runde im Genehmigungsverfahren, um bei der Stadt Einwände gegen Versuchstierstall und Impfstofflabore vorzubringen. Am Mittwoch lief die gesetzlich vorgeschriebene weitere Frist ab, die Einwohnern Gelegenheit gab, erneut kritische Anmerkungen zu Planfeststellungs- und Bebauungsplan zu machen.

Die Stadt wird die Argumente nun sichten und dem Rat empfehlen, Bedenken abzulehnen oder zu berücksichtigen. Diese zweite Runde ist die entscheidende auf Seiten der Verwaltung: Gegen den für Herbst 2009 erwarteten Beschluss des Stadtparlamentes kann die „Bürgerinitiative gegen Massentierversuche in Wohngebieten“ angekündigte Klagen beim Verwaltungsgericht einreichen.

Zu Beginn des Bauverfahrens im September vergangenen Jahres hatten 1300 Einwohner, der Großteil von ihnen aus Kirchrode und Umgebung, in Briefen, Postkarten und E-Mails Gründe gegen das geplante Gebäude nahe der Tierärztlichen Hochschule vorgebracht. Die Bürgerinitiative unterstützte Proteste auch dieses Mal mit vorgefertigten Erklärungen. Damals hatte die Bauverwaltung alle Bedenken abgelehnt, übernommen wurden lediglich einige wenige Vorschläge, die das Vorhaben als Ganzes aber nicht gefährdeten. Die Politiker folgten diesem Votum nahezu geschlossen.

Im Rathaus wird erwartet, dass es in dieser jetzt abgeschlossenen zweiten Runde zusätzliche Einwände geben dürfte, die sich mit möglicher Forschung an Viren der Schweinegrippe befassen. Anwohner könnten darin eine potenzielle Gefährdung sehen, wie sie es schon bei anderen Erregern tun, mit denen der Konzern in Kirchrode experimentieren will. Das Aufkommen der bislang unbekannten Krankheit hat nach Auskunft von Uwe Licht-Klagge vom Gewerbeaufsichtsamt jedoch keinen Einfluss auf das Genehmigungsverfahren in seinem Amt. Die Landesbehörde rechnet im Juli mit dem Antrag auf Betriebserlaubnis nach dem Gentechnikgesetz. Das Gewerbeaufsichtsamt hat dann bis zu einem halben Jahr Zeit für eine Entscheidung. Auch gegen diesen Bescheid sind Klagen zulässig.

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