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Das sind die neuen Regeln für Baumfällungen

Satzungsänderung in Hannover Das sind die neuen Regeln für Baumfällungen

Laubbäume mit einem Stammumfang von mehr als 60 Zentimetern sind eigentlich für die Kettensäge tabu. Wenn ein privat bestellter Sachverständiger dem Baum aber eine „Verkehrsgefährdung“ attestiert, darf abgeholzt werden. Zuvor konnten allein Verwaltungsmitarbeiter entscheiden, ob ein Baum eine Gefahr darstellt und gefällt werden darf.

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Wer die Säge in seinem Garten ansetzt, muss künftig die Stämme genauer nachmessen.

Quelle: Archiv

Künftig dürfen Gartenbesitzer einen Baumgutachter einschalten, wenn es darum geht, ob ein Baum gefällt werden darf oder nicht. Das erlaubt die geänderte Baumschutzsatzung, die der Stadtrat am Montag beschlossen hat.  

Die CDU befürchtet, dass damit Gutachterschlachten Tür und Tor geöffnet werden. Rot-Grün aber versichert, dass die Stadt bei Vorlage eines zertifizierten Gutachtens kein Gegengutachten in Auftrag geben werde. Ein privater Sachverständiger ist jedoch deutlich teurer für den Bürger. Nach Einschätzung des Grünflächenamts dürfte sich das Honorar auf ein paar Hundert Euro belaufen, während ein Verwaltungsgutachten den Bürger etwa 50 Euro kostet. SPD und Grüne halten die neue Regelung für einen Schritt hin zu mehr Bürgerfreundlichkeit. „Zudem wird die Arbeit der Stadtverwaltung entlastet“, sagt SPD-Ratsfrau Anne-Marie Gahbler im Umweltausschuss.

CDU, Linke, FDP und Piraten sehen in der neuen Baumschutzsatzung eine Verschärfung der bisherigen Bestimmungen. „Das Umweltbewusstsein der Menschen ist stärker geworden, daher brauchen wir nicht ein Mehr an Regelungen“, sagt Piraten-Vertreter Dirk Hillbrecht. CDU-Ratsherr Felix Blaschzyk spricht von einem „bürokratischen Monster“. SPD und Grüne sprechen von präziseren Vorgaben, die mehr Transparenz für den Bürger schaffen. „Die Stadt hat die Rahmenbedingungen für den Baumschutz, die schon zuvor galten, nur genauer gefasst“, sagt Grünen-Umweltexperte Patrick Drenske.

Einige Änderungen hat Rot-Grün zusätzlich durchgesetzt. So gibt es den neuen Passus, dass an geschützten Bäumen gesunde Äste mit einem Durchmesser von zehn Zentimetern nicht entfernt werden dürfen. SPD und Grüne haben noch hinzugefügt, dass dieses Maß einem Astumfang von 31,5 Zentimetern entspreche und an der Schnittstelle gemessen werden müsse. „Wir verhindern damit, dass Äste nahe am Baum an ihrer dicksten Stelle abgesägt werden“, sagt SPD-Umweltexperte Jürgen Mineur. Zudem dürfen Kleingärtner ihre Baumkronen beschneiden, wenn diese mehr als 20 Prozent ihrer Parzelle überwölben. Das sei ein Kniefall vor den Kleingärtnern, meint FDP-Mann Wilfried Engelke. Für Nadelbäume wird der Schutz gelockert. Nur Bäume mit einem Stammumfang von mehr als 80 Zentimetern fallen künftig unter die Schutzsatzung, zuvor galt das Abholzverbot bereits für Stämme mit 60 Zentimetern Umfang.

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