Auch viele der 130 Kitas im Umland werden nach Auskunft der Gewerkschaft ver.di bestreikt – ausgenommen sind die Städte Pattensen, Springe und Garbsen, in denen es keine kommunalen Kitas gibt. Die Eltern sehen den Streik kritisch: „Wir unterstützen die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen für Erzieher, aber die Grenze der Belastbarkeit ist für viele Mütter und Väter erreicht“, sagt Saskia Söder, Vorsitzende des Gesamtelternbeirats städtischer Kitas.
In einem Brief hat sie sich mit dem Kita-Stadtelternrat an Oberbürgermeister Stephan Weil und Personalchef Harald Härcke gewandt – mit der Bitte, sich beim kommunalen Arbeitgeberverband und den Gewerkschaften für ein schnelles Ende des bundesweiten Arbeitskampfes einzusetzen. „Der Streik geht vor allem zu Lasten von Alleinerziehenden, die berufstätig sind“, sagt Söder, die aus eigener Erfahrung spricht. Nach dem neuerlichen Ausstand wären die hannoverschen Kitas binnen vier Wochen bereits für acht Tage geschlossen.
Die Stadt Hannover hat mit ver.di eine Notdienstvereinbarung getroffen, die überwiegend für Alleinerziehende gedacht ist. Demnach sollen 220 Betreuungsplätze in den vier Kitas Waldstraße (Misburg), Neue Straße (Wettbergen), Haltenhoffstraße (Nordstadt) und Brüder-Grimm-Weg (Ahlem) zur Verfügung stehen, die unter Telefon (05 11) 16 84 63 21 vergeben werden. Es sei aber ungewiss, ob die Plätze reichen, meint Söder. In den Städten und Gemeinden des Umlandes ist es nicht gelungen, einen Notdienst zu vereinbaren. Auch Hannovers Jugendzentren, Spielparks und Einrichtungen des Kommunalen Sozialdienstes sind vom Streik betroffen. Die Beschäftigten fordern einen Gesundheitstarifvertrag und eine bessere Personalausstattung.
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Kommentare
LD-100 wäre wohl treffender Katerchen – 03.06.09
zumindest, was den (wegen Verstoß gegen die Netiquette gelöscht) angeht.Ich wußte bisher nicht... LD-50 – 03.06.09
...daß "Vectrex" der lateinische Begriff für "Nullblicker" ist.Die Beschäftigten fordern... Vectrex – 03.06.09
...vor allem mehr Geld.Der Streik dient primär der Ausübung von Druck auf die laufenden Eingruppierungsverhandlungen für den
Sozial- und Erziehungsdienst.