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Neue Scherben auf dem Wakitu-Spielplatz

Stadt prüft Anzeige Neue Scherben auf dem Wakitu-Spielplatz

Auf dem Wakitu-Spielplatz in der Eilenriede haben Unbekannte zahlreiche Glasflaschen zerschlagen. Der Sand, in dem täglich Dutzende Kinder spielen, wurde völlig verunreinigt. Scherben fanden sich vor den Schaukeln, in der Nähe des Sandkastens und auf den Wegen.

Hannover. „Wir fragen uns so langsam, wie sicher unsere Spielplätze eigentlich sind“, sagt Rebecca Teichert. Die zweifache Mutter besucht den Wakitu regelmäßig mit ihren Söhnen. Sie hatte die gefährlichen Hinterlassenschaften nächtlicher Besucher am Morgen des 7. Juli entdeckt und half, diese zu beseitigen.

Die Stadtverwaltung will jetzt gegen die Übeltäter vorgehen. „Wir prüfen gerade, ob wir eine Anzeige gegen unbekannt erstatten können“, sagte Stadtsprecher Klaus Helmer. Zudem sollen die Parkranger des Grünflächenamtes regelmäßiger als bislang rund um das Gelände Streife gehen. „Außerdem wollen wir die Polizei einschalten und sie bitten, dort verstärkt nach dem Rechten zu sehen“, sagte Helmer. Am Wochenende hatten die Beamten den Spielplatz im Stadtwald verstärkt im Blick; neue Vorfälle wurden nicht bekannt.

Martina Schulz, die auf dem Spielplatz den Kiosk „Knusperhäuschen“ betreibt, hofft, dass diese Maßnahmen endlich dazu führen, dass auf dem Platz keine nächtlichen Trinkgelage mehr stattfinden. Der Vorfall vom Donnerstag ist ihren Angaben zufolge bereits der fünfte in diesem Sommer. Er ist vor allem deshalb besonders ärgerlich, weil das Grünflächenamt gerade erst den Sand per Sieb von den kleinsten Scherben befreit hatte, die die Täter bei ihrem vorherigen Besuch auf dem Gelände hinterlassen hatten.

Gespräch mit der Polizei suchen

„Bislang hat niemand ernsthaft kontrolliert, was sich auf dem Platz nach 20 Uhr abspielt, weder die Stadt noch die Polizei und auch nicht die Mitarbeiter der Firma Protec, die für die Reinigung der Toiletten auf dem Spielplatz zuständig sind“, sagte die Kioskbetreiberin. Sollte sich die Situation nicht bessern, will Martina Schulz ernsthaft darüber nachdenken, ob sie nicht die abendliche Bewachung des Wakitu aus eigener Tasche bezahlen soll. „Mein Sohn läuft schließlich auch jeden Tag hier herum, sodass auch für ihn das Risiko besteht, sich den Fuß an einer Scherbe aufzuschneiden“, sagte Schulz.

Protec-Chef Dietmar Götze kündigte an, sich persönlich des Falls annehmen zu wollen. „Ich werde das Gespräch mit der Polizei suchen, um zu einer Lösung für den Wakitu zu kommen“, sagte er. Außerdem würden die Mitarbeiter, die für das Gelände zuständig sind, mit der Kioskbetreiberin in Kontakt treten, um die Probleme zu erörtern.

Grundsätzlich ist es niemandem gestattet, sich nach 20 Uhr auf Spielplätzen aufzuhalten. So ist es in der Spielplatzsatzung der Stadt aus dem Jahr 2008 geregelt. Wer dagegen verstößt und erwischt wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden kann.

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