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Aus der Stadt Dieses Programm weiß, wie voll Hannovers Kliniken sind
Hannover Aus der Stadt Dieses Programm weiß, wie voll Hannovers Kliniken sind
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18:45 08.08.2017
Die Mitarbeiter in der Rettungsleitstelle arbeiten bereits seit längerem mit dem System Ivena. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Seit Jahren gibt es in der Region gravierende Probleme mit Notaufnahmen. Immer wieder müssen sich Stationen abmelden, weil sie komplett belegt sind. Um die jährlich rund 143 000 Notfalleinsätze in der Stadt und im Umland besser zu koordinieren, setzt die Rettungsleitstelle seit dem vergangenen Jahr die Software Ivena ein. Mit ihrer Hilfe können sowohl die Leitstelle als auch die Rettungsdienste auf einen Blick sehen, welche Klinik für einen Patienten mit einer bestimmten Diagnose aufnahmebereit ist.

„Ivena ist ein großer Schritt“

Seit Monaten läuft Ivena im Verborgenen, ab sofort können die Bürger direkt im Internet sehen, welche Kliniken in Hannover freie Kapazitäten haben und welche Notaufnahmen derzeit keine Patienten annehmen: Gestern haben Region und Landeshauptstadt das System Ivena im Internet für alle Bürger freigeschaltet. „Für uns als Träger des Rettungsdienstes ist das ein großer Schritt“, sagte die Gesundheitsdezernentin der Region, Cora Hermenau, vor Journalisten in der Feuerwache am Goetheplatz, wo sich auch die Rettungsleitstelle befindet. Die Suche von Rettungswagen nach einer für die Behandlung des Patienten geeigneten Klinik werde sich deutlich verbessern, meinte der für den Rettungsdienst zuständige Dezernent der Landeshauptstadt, Harald Härke. Das diene der Sicherheit der Bevölkerung erheblich.

An dem Projekt, das die Region und die Stadt koordiniert haben, sind die 15 Kliniken in der Region angeschlossen. Die Region hat die Kosten von insgesamt 300 000 Euro übernommen. Das Projekt Ivena ist bis Ende kommenden Jahres angesetzt, wie es weiter geht, ist noch unklar. Die Beteiligten können sich aber offenbar schon jetzt den Rettungsdienst ohne dieses System nicht mehr vorstellen.

Link zum Portal

Das neue System ist über die Internetanschrift ivena-niedersachsen.de zu erreichen. 

Große Vorteile habe das System auch für die Kliniken, sagte der Ärztliche Direktor des Vinzenzkrankenhauses, Jens Albrecht. Über ein Alarmsystem könne die Klinik jetzt direkt erkennen, mit welcher Diagnose ein Patient auf dem Weg in die Notaufnahme ist. „Dann können wir zum Beispiel noch einen zusätzlichen Arzt rufen“, erläuterte Albrecht.     

Pro Tag gibt es in der Stadt und im Umland rund 250 bis 300 Rettungsdiensteinsätze, berichtete der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes der Landeshauptstadt, Andreas Flemming. Das habe die Auswertung von Ivena-Daten aus drei Monaten ergeben. 5,7 Prozent dieser Patienten seien lebensbedrohlich verletzt oder erkrankt, wie zum Beispiel Schlaganfallpatienten. 74 Prozent der Patienten würden im Krankenhaus stationär behandelt, etwa 20 Prozent ambulant.

Lob und Kritik von der CDU

Die CDU-Regionsfraktion lobte zwar gestern die Freischaltung von Ivena. „Aber das Hauptproblem der geschlossenen Notfallambulanzen und der abgemeldeten Fachstationen bleibt bestehen“, sagte Fraktionschef Bernward Schlossarek. Ursache dafür seien Personalmangel, zu wenig Planbetten und verstopfte Notaufnahmen.
Das neue System ist über die Internetanschrift ivena-niedersachsen.de zu erreichen. Im oberen Fenster muss dann noch „Region Hannover“ ausgewählt werden, dann das Fachgebiet wie Chirurgie oder Innere Medizin.     

Von Mathias Klein

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